Für Sie getestet - Reiseberichte

 
Als Gründerin und Chefin von expenova, macht es mir nach wie vor viel Spass, eigene Reiseideen zu entwickeln und diese dann auch selbst auszuprobieren, das Programm auf Durchführbarkeit zu prüfen bzw. zu optimieren und neue Hotels für Sie zu testen. Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen und "Nachreisen" meiner Reiseberichte.
Und nochmal Indien!

Heilige Stätten Indiens - Entlang des Ganges und darüber hinaus

Indien ist und bleibt ein faszinierendes Land. Exotisch, fremdartig, bunt, aber gleichzeitig auch abstossend, schmutzig, grausam. Man kann sich kaum sattsehen an all den Farben und Menschen, die einem auf Schritt und Tritt begegnen. Es ist, als würden sich hier alle Möglichkeiten, die das Leben überhaupt bietet – im Guten wie im Schlechten – sofort und gleichzeitig entfalten. Indien schüttet dir jeden Tag das ganze Füllhorn des Lebens vor die Füsse, mag es dir gefallen oder nicht. Und nachdem du abends im Hotel den Staub des Tages abgeduscht hast, fragst du dich, wie dieses Chaos funktionieren kann; zuhause wäre das unvorstellbar.

In Amritsar ist dem Goldenen Tempel eine Küche angegliedert, die bis zu 15.000 (!) Pilger täglich kostenlos verpflegt und in der alle Arbeiten von Freiwilligen durchgeführt werden. Wie kann das gehen, frage ich den Reiseleiter, hier, wo sich scheinbar keiner an Regeln hält? Es geschieht alles, durch den Willen Gottes, lächelt er.

Manchmal scheint es fast so, als hätte er Recht. Deshalb sind die Götter auch allgegenwärtig und werden von den Menschen mit Hingabe verehrt. Kein Auto, auf dessen Armaturenbrett kein Ganesha (Elefanten-) oder Hanuman (Affengott) sitzt, keine Statue, die nicht frische Blüten oder wenigstens frische Tikka-Farbe verschönern, und jeder zweite Inder, den man morgens auf der Strasse sieht hat einen roten Punkt auf der Stirn, das Segenszeichen des Priesters, dessen Tempel er schon bei Tagesanbruch besucht hat. Die Religion ist im Leben der Menschen hier noch viel tiefer verankert, als es bei uns vorstellbar ist.

Deshalb führte mich meine diesjährige Reise auch vorwiegend entlang des Ganges, Mutter Ganga, der Göttin des Wassers, des Lebens.

In Haridwar tritt der Ganges zum ersten Mal aus seinem Quellgebiet im Himalaya hervor. Nach der Quelle, deren Besuch auch heute noch ein beschwerliches, mehrtägiges Trecking zum Ursprungsgletscher erfordert, ist es das erst grosse und leicht erreichbare Pilgerziel. Der Strom ist hier schon breit, kalt und schnell. Die Pilger müssen sich für ihr reinigendes Bad an Ketten festhalten, die an den Ufertreppen (Ghats) gespannt sind. Was sie nicht davon abhält, schon am kühlen morgen in die Fluten zu steigen. Nicht zuletzt ist Haridwar auch einer der 4 Orte, an denen im Abstand von jeweils 3 Jahren die Kumbh Mela, das grösste Pilgerfest der Welt, stattfindet.

Ein Schauspiel, das man am ganzen Ganges erleben kann, ist das Aarti, eine tägliche Zeremonie zur Verehrung des Flusses und der Göttin Ganga. Musik, Rezitation und das Schwenken von Lampen und Fackeln gehören dazu, genauso wie das Absetzen von kleinen Lichtern auf der Wasseroberfläche, die der Fluss schnell fortträgt.

Nahe bei Haridwar liegt die Stadt Rishikesh, die Stadt der rishis, der Lehrer und Heiligen. Heilig wirkt sie nicht gerade, mit ihren ungepflasterten Gassen, durch die sich Menschen, Kühe, TukTuks und extrem nervig hupende Mopeds zwängen. Aber auch hier gibt es eine grosse Zahl von Ashrams, Pilgerherbergen, in denen man drei Tage umsonst essen und schlafen kann, finanziert durch Spenden. Und natürlich eine ebenso grosse Zahl von echten und falschen Gurus, die Anhängern aus aller Welt den Sinn des Lebens lehren wollen (leider geht auch hier fast nichts mehr ohne "Bakschisch").

Über das Holi-Fest (Frühlingfest) schreibt unser Reiseführer, dass sich hier „die Menschen mit gefärbtem Wasser bespritzen“. Das klingt fröhlich und auch die Inder benutzen gerne den Begriff „Playing Colors“. Dass heutzutage nicht nur Lackfarbe, sondern auch viel Alkohol im Spiel und Touristen natürlich die beliebtesten Ziele für Farbattacken sind, wird gerne verschwiegen. Deshalb haben wir hier überwiegend Fahrtage von Rishikesh nach Chandigarh und weiter nach Kalka eingelegt.

In Rishikesh ist man dem Himalaya schon nahe und es bietet sich ein Abstecher nach Shimla an. Shimla ist der bekannteste der Bergerholungsorte der Briten, die sich während der heissen Sommermonate im Tiefland hierher flüchteten und schliesslich sogar zeitweilig den Regierungssitz hierher verlegten. Leider ist von diesem Erbe wenig erhalten geblieben; auch Shimla ähnelt anderen indischen Städten mit seinen Flachdach-Betongebäuden, die sich hier allerdings steil die Berghänge hochziehen. Aber es gibt noch die Schalspurbahn, deren Gleise die Briten um 1850 angelegt haben. Der Kalka-Shimla Toy Train bringt uns und viele indische Touristen in gut 5 Stunden in die Berge. Die Strecke ist insgesamt nur 96,5 Kilometer lang, sie überwindet aber auf dieser Distanz einen Höhenunterschied von 1.420 m (Kalka: 656 m, Bahnhof Shimla: 2.076 m). Zusätzlich zu der grossen Steigung werden auf der kurzen Strecke insgesamt 864 Brücken (viele davon Viadukte), 102 Tunnel (der längste davon 1,14 km lang), 919 Kurven sowie 18 meist kleinere Bahnhöfe passiert bzw. durchfahren (haben wir alles mitgezählt!). Leider waren wir jahreszeitlich ein wenig früh dran: Shimla war, nach deutlich über 30 Grad in der Ebene bibberkalt, zeitweise mit Schneeregen (auf 2.200 m Höhe).

Noch näher an die schneebedeckten Berge kommt man in Dharamsala, der Stadt in Indien, in der der Dalai Lama und viele flüchtige Tibeter Exil gefunden haben. Die feingliedrigen, ernsten, mongolenäugigen Tibeter kann man sofort von den rundgesichtigen, stämmigen Indern unterscheiden, deren Shops und Restaurants hier Seite an Seite stehen. Der Besuch des Dalai Lama Tempels ist eher ein trauriger Anblick, wenn man den Potala Palast und die anderen kraftvollen Klöster in Tibet gesehen hat. Leider war seine Heiligkeit auch gerade unterwegs (wie so oft), so dass wir keine Audienz miterleben konnten. Aber zum Shoppen ist Dharamsala Spitze.

Viele Menschen glauben ja, dass in Indien jeder Mann einen Turban trägt. Dem ist aber nicht so. Der Turban ist vielmehr ein Erkennungszeichen dafür, dass man einen Anhänger der Religionsgemeinschaft der Sikh vor sich hat, die sich die Haare nicht schneiden dürfen und deshalb den Turban tragen. Ausserdem tragen die Sikh-Männer den gemeinsamen Nachnamen Singh (Löwe), Frauen heissen mit Nachnamen Kaur (Prinzessin; grammatikalisch richtig: Prinz).

Das zentrale Heiligtum der Sikh, der Goldene Tempel oder Harmandirh, steht in Amritsar nahe der pakistanischen Grenze.
Wenn man aus der Altstadt kommt, deren einst prächtige, inzwischen dringend renovierungsbedürftige Gebäude in Staub und Lärm ersticken, meint man sich auf dem Gelände des Harmandirh wie in einer anderen Welt. Der Nektar (Amrit)-See, der in der Nachmittagssonne glitzert, die grosse Zahl von fröhlichen oder in sich gekehrten Pilger, der Gesang zu Harmonium und Tabla, der 20 Stunden am Tag aus dem heiligen Buch der Sikh rezitiert wird (das abends in einer aufwändigen Zeremonie mit viel Brimborium "zu Bett" gebracht wird) – das alles gibt dem Ort eine schwebende, unwirkliche Atmosphäre und eine besondere Ausstrahlung.

Von der heiligsten Stadt der Sikhs ging es per Flugzeug wieder zurück an den Ganges zur heiligsten Stadt der Hindus, Varanasi. Wer hier im, Ganges badet, wäscht sich von allen Sünden rein und wessen Asche hier in den Ganges gestreut wird, der erreicht ohne Umwege das Nirvana.
Man kann sich dem morbiden Charakter dieser "ewigen Stadt" kaum entziehen. An der Wasserfront unzählige Ghats, an deren Ufer von der ärmlichen Behausung bis zum verfallenden Palast alle Arten von Wohnstätten zu finden sind. Zum Landesinneren hin eine labyrinthische Altstadt mit engen Gassen, die einem mit unerwarteten Wendungen und Hindernissen im Nu die Orientierung verlieren lassen. Dazu Temperaturen jenseits der 40 Grad. Deshalb sollte man auch früh morgens unterwegs sein, wenn sich alles Leben am Fluss abspielt, das Untertauchen der Gläubigen und die Körperpflege mit Wasser und Seife, die Yogaübungen der Sadhus und das Planschen der Kinder. Varanasi ist seit mindestens 3000 Jahren eine bewohnte Stadt und soll über tausend Tempel und Schreine beherbergen.

Noch weiter dem Ganges folgend liegt Kolkata (ehemals Kalkutta), "the City of Joy". Früher, was Armut und Hunger anging, mit legendär schlechtem Ruf ausgestattet, sieht Kalkutta heute fast modern aus, mit breiten Strassen, einer U-Bahn, einer Strassenbahn und die Autos hupen nur halb so oft wie im restlichen Indien (aber das ist trotzdem oft genug).
Kalkutta war nur der Stopover auf dem Weg nach Orissa. Aber wir haben uns trotzdem eine Sehenswürdigkeit nicht entgehen lassen. Im Stadtteil Kumartoli formen Künstler aus Stroh, dem Schlamm des Gangesufers, Farbe und Stoffen Götterfiguren, die für die religiösen Umzüge in Kalkutta verwendet werden. Unter primitiven Bedingungen entstehen echte Kunstwerke. Dieser Industriezweig beschäftigt bis zu 15.000 Menschen. Nach den Prozessionen landen die Figuren, dem ewigen Kreislauf folgend, wieder im Ganges, aus dessen Erde sie entstanden sind.

Von der "Stadt der Freude" ging’s weiter zur "Stadt der Tempel" Bhubaneswar, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Odisha (ehemals Orissa) mit etwa 840.000 Einwohnern.
Schon wieder unzählige Tempel. Hier welche, die durch ihre unglaublich feinen Steinmetzarbeiten beeindrucken (obwohl diese schon 1.500 Jahre alt sind). Und auch hier schwül-heiss, über 40 Grad! Und kaum Schatten.

Diese komischen Heiligen sind Jagannath mit seinem "Bruder" Balabhadra sowie seiner "Schwester" Subhadra. Sie residieren im Original bekleidet mit Seide und geschmückt mit goldenen Kostbarkeiten im Jagannath-Tempel in Puri und sind die Hauptdarsteller einer jährlich stattfindenden Prozession (Rath Yatra ), bei der die Götterstatuen auf drei grossen Wagen (Ratha) durch die Strassen gezogen werden. Diese drei untypischen Gottheiten sind wiederum ober-heilig: Puri ist einer von 4 Top-Wallfahrtsorten der Hindus. Leider dürfen nur Hindus den Tempel betreten, was das Erlebnis doch erheblich schmälert. Dafür sieht man in Puri alle Arten von Jagannaths, auf Taschen, Bildern, Anhängern. Sie verkaufen sich gut!

Nach all den kulturellen Eindrücken haben wir uns noch 2 erholsame Tage am, bei westlichen Touristen noch weitestgehend unbekannten, Strand von Puri in einem typisch indischen, fast schattenlosen Beach Resort, gegönnt. Sonnenschirme und Liegen am Strand scheinen auch (noch) weitestgehend unbekannt. Dafür erfreuen sich die zahlreichen indischen Besucher am Meer (bei vielen merkt man, dass sie zum ersten Mal dort sind – ganz vorsichtig lassen Sie sich von den Familienangehörigen oder den zahlreichen Life Guards ins unbekannte Nass begleiten). Das ganze Treiben erinnert stark an einen Jahrmarkt. Wer will, kann auf einem bunt-geschmückten Kamel oder Pferd reiten, es gibt fliegende Händler mit allerlei Krimskram, aber auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Es gibt Zuckerwatte in drei Farben, gekühlte Gurken (die nach dem Kauf frisch geschält werden), frische Kokosnuss zum Trinken und es werden einfachere Gerichte in mobilen Garküchen (die die Händler meist auf dem Kopf balancieren) angeboten.

Auf dem Weg zum Flughafen besuchten wir noch ein letztes Highlight auf unserer Reise: den gigantischen Sonnentempel in Konarak. In dem gesamten Bauwerk drückt sich die Verehrung des Sonnengottes aus, denn der gesamte Tempel stellt einen Streitwagen des Gottes Surya dar. Im Norden und Süden sind insgesamt 24 Räder erhalten. Diese haben einen Durchmesser von bis zu drei Metern und sind üppig mit verschiedenen Motiven dekoriert, die den Kreislauf der Jahreszeiten und Monate symbolisieren. Auch sind sechs der ursprünglich sieben Pferde, die den Wagen zogen, und viele weitere kunstvoll gemeisselte Figuren und Reliefs noch recht gut erhalten.

Das waren jetzt nur ein kurzer Abriss und eine kleine Auswahl an Fotos meiner diesjährigen Reise durch dieses immer wieder überraschende grosse Land. Erfreut habe ich festgestellt, dass sich doch auch das eine oder andere in Sachen Umweltbewusstsein und Modernisierung tut: In Delhi fahren nur noch gasbetriebene Busse, im Bundesstaat Himachal Pradesh wurden die leidigen Plastiktüten durch wiederverwendbare Stoff- und Papiertüten ersetzt und letztendlich sind wir auf 4 nagelneuen, modernen und sauberen Flughäfen gelandet (anstatt den mir bisher bekannten vernachlässigten Barracken-ähnlichen Gebäuden).
Zu meiner Freude gibt es auch immer mehr kleinere, hübsche und gut geführte (Boutique)Hotels und das Essen ist nach wie vor für mich das Beste auf der Welt!

Gern arbeiten wir auch für Sie eine individuelle Indienreise nach Ihren Wünschen und Interessen aus. Falls Sie noch unschlüssig sind, wohin genau die Reise gehen soll, beraten wir Sie gern. Am Besten, Sie lassen sich von unseren Reisevorschlägen und Reise-Bausteinen inspirieren. Den Rest machen wir dann für Sie!

Indien

Ayurveda-Kuren in Kerala, Südindien

Nach umfangreichen Hotel-Inspektionen in Cochin (der alten Kolonial-, Hafen- und Gewürzstadt in Kerala) und Umgebug, führte mich mein erneuter Ayurveda-Aufenthalt diesmal an die Malabarküste ins Nattika Ayurveda Beach Resort.

Mit dem Coconut Bay Beach Resort arbeitet expenova ja schon viele Jahre vertrauensvoll zusammen. Viele unserer Gäste haben mir berichtet, dass sie sich dort sehr wohl gefühlt und eine erfolgreiche Ayurveda-Kur erlebt haben. Herrn Ranjit Mathew, den Direktor und Gründer des Coconut Bay, und seine Söhne kannte ich ja schon von der Touristikmesse (ITB) in Berlin. Nun war ich gespannt auf das Ende 2009 eröffnete Nattika Beach Resort.

Und wirklich, nach einer Fahrt von ca. 90 Minuten kamen wir in einer grünen Oase an. Der Empfang war wie gewohnt herzlich, mit einer frischen Kokosnuss und der obligatorischen Blütenkette aus duftendem Jasmin. Die Lobby (mit WLAN) ist hell und luftig und durch ein historisches Portal mit starken Säulen betritt man das Resort.

Ein sehr gepflegter grüner Garten mit vielen Palmen und exotischen Pflanzen erstreckt sich bis zum Meer. Bei einigen der Villen wurden Aussparungen im Mauerwerk vorgenommen – so konnten bereits vorhandene Bäume und Palmen weiter ungestört wachsen. Das Meer ist immer präsent – wenn auch in der Monsunzeit zum Baden aufgrund der starken Brandung und den Unterströmungen nicht geeignet.

Die Zimmer der unterschiedlich grossen bisher 36 Villen (16 neue Twin-Villen werden bis Ende September fertiggestellt) sind geräumig und zweckmässig eingerichtet. Bei den Super-Deluxe Villen besticht das offene Bad. Vor jeder Villa gibt es eine Terrasse mit Sitz- und Liegemöglichkeiten. Im weitläufigen Garten laden Hängematten zum Ausruhen ein. Sowohl am grosszügigen Pool als auch am Strand unter Palmdächern gibt es bequeme Liegen.

Noch am Ankunftstag fand die ausführliche Erstkonsultation bei einer der 4 weiblichen Ärztinnen statt (eine 5. Ärztin wird zum 1. Oktober 2012 eingestellt. Das Resort wird damit der zunehmenden Anzahl weiblicher Gäste gerecht. Für die etwas geringere Anzahl "kurender" Männer stehen zwei männliche Ärzte bereit), der dann gleich die erste entspannende Massage folgte. Meine beiden erfahrenen Therapeutinnen haben während des gesamten Aufenthalts nicht gewechselt, was ich sehr angenehm empfunden habe. Am nächsten Tag erhielt ich dann meinen persönlichen, individuell auf meine Dosha-Konstellation abgestimmten Behandlungsplan (mit täglich ca. zwei Stunden Anwendungen), der auch die Erklärung der vorgesehenen Treatments umfasst, sowie die Namen der Medikamente, die dann im Restaurant bei den Mahlzeiten serviert werden. Ausserdem Empfehlungen für meinen Speiseplan. Durch die täglichen kurzen Arztkonsultationen wird der Plan bei Bedarf dem tatsächlichen Befinden angepasst.

Zum Ayurveda-Center, das mit seinen geschmackvollen und luftigen Behandlungsräumen gegenüber des Resorts liegt, überquert man eine schmale, wenig befahrene Strasse.

Die Mahlzeiten werden im überdachten, an zwei Seiten offenen Restaurant eingenommen. Die ayurvedischen indischen Gerichte werden nach Dosha geordnet in Buffett-Form angeboten und ständig frisch zubereitet. Obwohl ich (leider) nur von einer Seite essen durfte war es sehr abwechslungsreich und ausgesprochen schmackhaft! Zu den Mahlzeiten werden von dem super-freundlichen und fürsorglichen Personal frisch gepresste Säfte, Wasser, Tees und die Medizin serviert. Schon nach ein paar Tagen wissen die Kellner, wer was essen darf und wer welche Medizin bekommt.

Das Personal ist, neben dem authetischen Ayurveda, überhaupt eine der grossen Stärken des Nattika Beach Resorts. Angefangen beim Empfang, den Ärzten und Therapeuten, den Köchen, Kellnern, bis zu den Reinigungskräften und den Gärtnern, alle sind ausnahmslos gut gelaunt, freundlich und hilfsbereit. Für Trinkgelder stehen sog. Tip-Boxen bereit, deren Inhalt an alle Mitarbeiter verteilt wird. So muss man sich bei der Abreise keine Gedanken darüber machen, ob man nicht doch jemand vergessen hat...

Fazit: Das Nattika Beach ist wirklich ein besonderer Ort! Mit einem erfahrenen Ärzte- und Therapeuten-Team und sehr persönlichem Service. Authentisches Ayurveda mit zeitgemässem Komfort. Ich wäre gern noch länger geblieben...

Ausserdem möchte ich jedem Gast empfehlen, den einen oder anderen Ausflug in die Umgebung des Resorts zu unternehmen, um wenigstens einen kleinen Eindruck vom "wahren Indien" zu bekommen. Sehr interessant ist das Trainings-Camp der Tempel-Elefanten in Guruvayur oder auch der Besuch einer Puja im nahe gelegenen Vishnumaya-Tempel. Wenn Sie etwas mehr Zeit haben, organisieren wir für Sie vor Ihrem Ayurveda-Aufenthalt gern auch eine individuelle Indienreise - als Einstieg sozusagen.

Neben meinen persönlichen Ayurveda-Erfahrungen, profitieren Sie von meinen günstigen Einkaufspreisen, die ich aufgrund direkter Verhandlungen mit den Hotel-/Resort-Managern an Sie weitergeben kann. Falls Sie mehr über die verschiedenen Ayurveda-Behandlungen und/oder weitere Ayurveda-Resorts erfahren möchten, finden Sie zahlreiche Informationen auf unserer Website oder wenden Sie sich direkt an mich (per E-Mail oder telefonisch unter 0 71 41-979 476). Ich berate Sie gern.

Übrigens: Die beste (und preislich günstigste) Zeit für eine Ayurveda-Kur ist die Zeit während des Monsuns (Juni - September).

China und Korea

Chinesische Nudeln und Weltkulturerbe

Ni Hao und Anneyong haseo!

Ende Mai 2012 bin ich von einer 3-wöchigen Inforeise durch China und Südkorea zurückgekehrt.
Ich weiss nicht, über wie viele Treppen wir gestiegen sind und wie viele Geisterschwellen wir überschritten haben (= hohe Schwellen an Türen und Toren, die es bösen Geistern unmöglich machen sollten, in die Räume zu gelangen. Offenbar konnten die Geister wohl nicht höher als 20-30 cm hoch hüpfen!).

Aber jetzt erst mal der Reihe nach:

China war wie immer spannend – und das nicht nur wegen des Essens (wir haben diesmal die chinesischen Nudeln „entdeckt“ - und an einer Kochunterweisung teilgenommen ;-).

Es ist unglaublich, wie sich dieses Land in die Zukunft katapultiert!
Wie viele Strassen, Brücken, ja ganze Flughäfen hier in kürzester Zeit entstehen.
Inzwischen hat China auch verstanden, dass nicht alles Alte abgerissen werden muss, sondern dass der Tourismus davon lebt. So bleiben wenigstens noch Reste der alten Stadtviertel in Peking erhalten.

Nach dem Besuch der Yungan-Grotten (UNESCO Weltkulturerbe), die zu den meistgefeierten Kunstwerken Chinas gehören (über 51.000 Statuen sind auf einer Länge von ca. 600 Metern in den Sandstein gehauen worden. Teilweise in Höhlen, teilweise an der blanken Felswand zieren Szenen aus Alltag und Religion die Landschaft und geben einen Einblick in die Vergangenheit)

und des hängenden Klosters in Datong (UNESCO Weltkulturerbe), das wie ein Adlerhorst in den Fels gehauen, scheinbar schwerelos in schwindelerregender Höhe hängt,

waren wir in der alten Stadt Pingyao (UNESCO Weltkulturerbe), so eine Art chinesisches Rothenburg o. d. Tauber, wo man sich noch vorstellen kann, wie China vor 100 oder 200 Jahren ausgesehen hat.

Damals gab es neben einer noch gut erhaltenen Stadtmauer Hutongs: enge Gassen, die auch in Peking bis in die 1990er Jahre hinein eine der vorherrschenden Wohnbebauungen waren. In den Hutongs sieht man noch die traditionellen Wohnhöfe, die von je 4 Wohnhäusern, in denen 4 Familien lebten, um einen gemeinsamen Innenhof gebildet wurden. Hier spielte sich das Leben ab, mit allen Vor- und Nachteilen nachbarschaftlicher Enge. (Gemeinschafts-)Toiletten gab es jeweils am Ende der Strasse. Laut Reiseleiter wurden hier viele Bekanntschaften angebahnt, von denen manche auch zur Ehe führten (ist vermutlich nur eine nette Touristengeschichte…).

Heute findet man in den großen Städten – ausser den historischen Sehenswürdigkeiten - zentral überwiegend Geschäfte und Büros, in den Vorstädten dafür ausgedehnte Hochhaussiedlungen, die, zumindest beim Vorbeifahren, nicht gerade heimelig wirken.

Korea ist natürlich schon im 21. Jahrhundert angekommen und man kann es am ehesten mit Japan vergleichen.
Das merkt man am Essen, das meistens aus (am Tisch zu grillendem oder in Brühe zu garendem) Fleisch oder Fisch besteht (und vielem Getier, das wir lieber nicht persönlich kennenlernen wollten), begleitet von Reis und vielen Schälchen mit sauer oder salzig eingelegtem Gemüse. Allen voran dem eingelegten Chinakohl "Kimchi", dem koreanischen Nationalgericht, das es auch schon zum Frühstück gibt. Aber auch Spinat, (Frühlings)Zwiebeln, Knoblauch, Rettich, getrockneter Fisch, scharfe Chili-Paste, Tofu, usw. gehören dazu.

Touristisch ist Korea bis in den letzten Winkel ausgezeichnet erschlossen, mit jeder Menge Weltkulturerbe- und Weltnaturerbe-Stätten und unzähligen National Treasures, auf die die Koreaner auch mächtig stolz sind. Jede Sehenswürdigkeit ist im Top-Zustand, mit Beschreibungen in Englisch, alle 100 m gibt es einen Getränkestand und saubere (!) "westliche" Toiletten (im Gegensatz zu China, das sich – abseits der grossen Städte - eher noch durch unerfreuliche Hocktoiletten hervortut).

Wir haben sehr viel gesehen: mittelalterliche Paläste mit "Changing of the Guards", Taekwondo-Shows, Aussichtstürme, Naturschönheiten, Museen, Königsgräber, Museumsdörfer und viele, viele Tempel (buddhistisch, laotisch oder konfuzianisch), die aufgrund des bevorstehenden Geburtstags Buddhas mit unzähligen bunten Lampions geschmückt waren.

Wir haben gesehen, wie Ginseng angebaut wird, der schon seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen als auch koreanischen Medizin als Heilmittel verwendet wird. Und dass die Koreaner Ihre Reisefelder zum Teil schon maschinell bestellen!

Für uns schwierig sind die Namen der Städte und der Sehenswürdigkeiten. Alles klingt ähnlich. Wer kann schon Gyeongbokgung und Changdeokgung aussprechen bzw. auseinanderhalten (beides Namen für ehemalige Königspaläste in Seoul)?

Die Koreaner sind aussergewöhnlich freundlich und hilfsbereit, aber nicht aufdringlich. Man wird nicht, wie in Thailand von jedem angelächelt oder wie in Indien von jedem angesprochen oder sogar angefasst. Nur die Schüler erproben gern Ihre neu erworbenen Englischkenntnisse an Touristen, oft in Form von Interviews – sozusagen als Hausaufgabe ;-)
Andererseits ist Korea weniger exotisch als China…

Das Wetter war gemischt, mal sonnig warm, mal regnerisch trüb. Gefroren haben wir zum Glück auch während unserer landesüblichen Übernachtung im koreanischen Hanok - einem traditionellen Wohnhaus (mit „ondol“ = Fussbodenheizung) - nicht. Trotzdem waren wir froh, dass wir die Reise von April auf Mai verschoben hatten, auch wenn wir dadurch die Kirsch- und Rapsblüte versäumt haben... man kann eben nicht alles haben ;-).

Alles in allem, war es eine tolle Reise, mit vielen neuen Eindrücken!

Falls Sie durch meinen Reisebericht jetzt inspiriert wurden, schauen Sie sich doch mal unsere Reisevorschläge für China und Korea an - bestimmt ist auch etwas Passendes für Sie dabei, das natürlich gern noch entsprechend Ihren indviduellen Wünschen mit Ihnen abgestimmt werden kann.
Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

Tibet

Fahrt mit der Tibetbahn

Die Tibet-Bahn ist die höchste und spektakulärste Eisenbahnstrecke der Welt. Sie führt ab Xining (2.260 m) über 1.956 km auf das "Dach der Welt". Der höchste Pass, den die Dieselloks vom Typ "Dongfan 8" überwinden müssen, hat eine Höhe von 5.072 m. Und die letzten 1.000 km liegen meist über 4.000 m. Eine einmalige Strecke durch ewiges Eis mit atemberaubenden Ausblicken auf die schneebedeckten Berge des sagenhaften Kunlun-Gebirges und die Panoramen Tibets.

Um die Passagiere vor der Höhenkrankheit zu schützen, sind die von dem kanadischen Hersteller Bombardier entwickelten Züge druckisoliert und mit Eisenplatten gegen die Höhenwinde geschützt.

Auf meiner Reise durch Südwest-China und Tibet habe ich die Kontakte zu meinen Ansprechpartnern vertieft, mir einige interessante Hotels (vor allem für Individualreisende) angeschaut und die Fahrt mit der Tibet-Bahn für Sie getestet. Im wahrsten Sinne des Wortes: ein absoluter Höhepunkt!  
Erleben Sie eine einmalige Reise mit der Tibet-Bahn von der chinesischen Hauptstadt auf das Dach der Welt.