Gruppenreise, 9 Tage/8 Nächte: Delhi | Haridwar (Rishikesh) | Unchagaon | Agra | Jaipur | Delhi
Bei dieser Gruppenreise handelt es sich um eine sog. Zubucher-Tour – Menschen aus verschiedenen Ländern nehmen daran teil.
Gern planen wir den Besuch der Kumbh Mela auch in Ihre individuelle Indienreise mit ein.
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Laut Guiness-Buch der Rekorde kommt beim Kumbh Mela-Fest in Indien die weltweit größte Zahl von Menschen aus einem besonderen Anlass zusammen. Rund 20 Millionen werden im März 2010 zur nächsten Kumbh Mela in Haridwar erwartet. Turnusmäßig findet das Fest alle zwölf Jahre in dieser indischen Stadt am Oberlauf des Ganges und Yamuna statt. In drei weiteren Städten gibt es abwechselnd alle vier Jahre kleinere Kumbh Melas. Vor allem aber Haridwar ist Magnet für Millionen von Pilgern. Ein faszinierendes und farbenprächtiges Schauspiel, das auf eine hinduistische Legende zurückgeht:
Einst kämpften Götter und Dämonen eine große Schlacht um den Krug (Kumbh) mit dem Nektar der Unsterblichkeit. Dabei tropfte der kostbare Trank an vier Orten auf die Erde in Allahabad, Haridwar, Nasik und Ujjain. Nach zwölf Jahren siegten schließlich die Götter. Zum Gedenken an diesen Sieg baden fromme Hindus bei der Kumbh Mela in den heiligen Fluten umso schneller dem Rad der Wiedergeburt zu entkommen.
Die Hauptzeremonie der Kumbh Mela besteht, analog zu diesem Mythos, in rituellen Waschungen und Bädern. Das heilige Wasser, vor allem des Sangam, soll von jedem Fehlverhalten reinigen, Heilung und Erleuchtung bringen und eine positive Auswirkung auf die nächste Wiedergeburt haben.
Ankunft am Flughafen Delhi. Transfer zu Ihrem Hotel. Übernachtung.
Nach dem Frühstück Stadtrundfahrt in Delhi. Fahrt durch Neu-Delhi mit "India Gate" und Regierungsviertel. Weiter geht es zur 73 m hohen Siegessäule "Qutab Minar" im Süden von Delhi und zum Grabmal des Mogul-Kaisers Humayun - Vorbild des berühmten Taj Mahal. In Alt-Delhi besichtigen Sie die Freitagsmoschee "Jama Masjid" am Chandni Chowk, dem geschäftigen Silber-Basar. Von der Moschee aus bietet sich ein guter Blick auf Fort und Altstadt. Übernachtung.
Fahrt von Delhi nach Haridwar (200 km, ca. 5 Std.). Haridwar ist das Tor zu den vier wichtigsten Pilgerorten in Uttarakhand: Haridwar, Rishikesh, Badrinath und Kedarnath. Hier verlässt der Ganges die mächtigen Berge und tritt in die Ebene. Hier ist das Wasser noch sehr sauber und der ideale Ort für ein heiliges Bad. Besuch der wichtigsten Tempel in Haridwar: "Hari-ki-Pauri" - hier soll der Fußabdruck Vishnus zu sehen sein. Oberhalb Haridwars erhebt sich der Siwalik Hügel mit dem Tempel der "Manasa Devi". Am Nachmittag haben Sie die Gelegenheit die gläubigen Pilger bei den Ritualen der Kumbh Mela zu beobachten.
In dieser Stadt herrscht nicht nur Alkoholverbot, ebenso gibt es keine Eier und kein Fleisch - streng vegetarisch. Was bei solch einer "heiligen Stadt" der Hindus auch Vorgabe ist.
Zur Zeit der Kumbh Mela wird die Stadt wahrscheinlich für den Autoverkehr gesperrt sein. Sie erreichen Ihr Hotel zu Fuß oder mit der Fahrrad-Rikscha.
Ausflug nach Rishikesh (Hindi von Sanskrit rishi = Weiser, Seher) am Fuße des Himalaya ist eine bekannte Pilgerstadt. Durch Rishikesh fließt der Ganges, der hier nicht nur durch mythologische Bedeutsamkeit als 'heiliger Fluss', sondern auch durch klares Wasser und landschaftliche Schönheit besticht. In dieser Gegend liegt auch der Ursprung des Ganges, der von hier aus den Himalaya verlässt, um durch die Ebenen Nordindiens zu fließen.
In Rishikesh gibt es eine Vielzahl an Tempeln und Ashrams, sowohl historische als auch in neuerer Zeit erbaute. Die Stadt zieht jährlich Tausende von Pilgern und Touristen an, sowohl aus Indien als auch aus westlichen Ländern. Sie beherbergt etliche Yoga-Zentren, die teilweise auf eine lange Tradition zurückblicken. Rishikesh hat daher den Ruf, die "Yoga-Hauptstadt" der Welt zu sein. Hindus glauben, dass eine Meditation in Rishikesh, ebenso wie ein Bad im heiligen Fluss Ganges, näher zur Erlösung (Moksha) führt.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Triveni Ghat und der Bharat Mandir, der älteste Tempel der Stadt.
Während der 60er Jahre besuchten die Beatles und mehrere andere Musiker wie Mike Love von den Beach Boys und Donovan den Ort um zu meditieren.
Am Abend Besuch des Ganga Aarti (Verehrung des Flusses). Ungezählte Öllämpchen werden auf Blättern drapiert und flussabwärts auf die Reise geschickt. Übernachtung in Haridwar.
Nach dem Frühstück Weiterfahrt nach Unchagaon (180 km, ca. 5 Std.). Als Königsstadt ist diese architektonische Perle ein gutes Beispiel für die Mischung aus indischer und kolonialer Architektur zu Beginn des 20. Jh. und bietet Ihnen die Chance, die „Zamindari“ Lebensart zu genießen. Unchagaon liegt nahe dem Ganges. Am Nachmittag Bummel durch den kleinen Ort. Übernachtung.
Weiterfahrt nach Agra (240 km, 6 Std.) Sie besuchen das unvergleichliche Taj Mahal, das Großmogul Shah Jahan für seine Lieblingsfrau errichten ließ. Das 1652 nach 22jähriger Bauzeit fertiggestellte Mausoleum aus weißem Marmor gilt als eines der sieben Weltwunder. Shah Jahan wurde von seinem Sohn Aurangzeb daran gehindert, für sich selbst ein ebenbürtiges Grabmal aus schwarzem Marmor zu bauen. Entrüstet über die Verschwendung stürzte Aurangzeb den Vater. Fahrt zum Agra Fort. Einst standen 500 Bauten innerhalb des mächtigen Doppelwalls! Besonders sehenswert: die Säulenhalle, die Perlen- und die Haremsmoschee sowie der Jasmin-Turm, in dem Shah Jahan jahrelang von seinem Sohn eingesperrt wurde. Übernachtung.
Auf dem Weg nach Jaipur (240 km, 6 Std.). Stopp in Fatehpur Sikri. 1571 von Kaiser Akbar erbaut, musste die Stadt wenig später wegen Wassermangels aufgegeben werden. Nun liegen die gut erhaltenen Paläste und Moscheen verlassen. Weiterfahrt nach Jaipur. Rosa gilt in Rajasthan als Symbol für Gastfreundschaft. Zum Besuch von Prinz Albert wurden die Häuser 1883 in der traditionellen Grußfarbe angestrichen – so kam es zum Beinamen "Pink City". Übernachtung.
Besichtigung von Jaipur, heute Hauptstadt von Rajasthan. Sie besuchen den Stadtpalast im Herzen der Altstadt, der noch heute von der Maharaja-Familie bewohnt wird, das Freiluftobservatorium "Jantar Manta" mit einer über 30 Meter hohen Sonnenuhr und den legendären "Palast der Winde", hinter dessen kunstvoller Scheinfassade die Damen des Hofes ungesehen das städtische Treiben beobachten konnten. Ausflug zum zwölf Kilometer entfernten Amber Fort, einer imposanten Bergfestung, zu der Sie auf Elefanten hinaufreiten. Die Kachhawa-Rajputen gründeten hier im 11. Jahrhundert ihre Hauptstadt, die erst 1728 mit dem Bau von Jaipur ihre Bedeutung verlor. Innerhalb des Forts gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten: das Hauptheiligtum ist der Kali-Tempel, der der Herrscherfamilie vorbehalten war, die Säulenhalle Diwan-i-Am aus rotem Sandstein, der Spiegelpalast Sheesh Mahal, die Ruhmeshalle Jag Mandir. Übernachtung.
Vormittags Rückfahrt nach Delhi (265 km, 5,5 Std.). Transfer zum Flughafen.
Deluxe (5 Sterne-Hotels, Heritage Hotel in Haridwar)
Preis pro Person im Doppelzimmer: EUR 739,-
Einzelzimmer-Zuschlag: EUR 399,-
Mindestteilnehmerzahl: 2, maximal: 24 Personen
Gern buchen wir auch Ihre Langstreckenflüge für Sie. Nennen Sie uns einfach Ihren Abflughafen und den gewünschten Termin.
Die Fotografien von Thomas Dorn führen mitten hinein in den Trubel, berauschen sich am Spiel der Farben und nähern sich einfühlsam den einfachen Pilgern, Sadhus, Schaustellern und Händlern.
Ilija Trojanow: Text
Hrsg.:GEO
Frederking & Thaler
ISBN: 978-3-89405-712-1