Sehenswürdigkeiten in China

Beijing (Peking)
Shanghai
Xian
Die drei Schluchten des Yangtze
Guilin
Kunming
Guangzhou (Kanton)
Hainan

Beijing (Peking)

Beijing ist die Hauptstadt Chinas und zugleich politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum sowie Verkehrsknotenpunkt. Die Stadt, in 18 Bezirke und Kreise eingeteilt, hat eine Fläche von 16.800 km² und zählt 13 Mio. Einwohner. Weltbekannt ist Beijing als eine alte Kulturstadt.
Der Kaiserpalast

Dieses architektonische Meisterwerk wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts von Kaiser Yong Le, der in seine neue Hauptstadt Beijing umgezogen war, gebaut. Er war der Verwaltungs- und Wohnpalast der Ming- und Qing-Kaiser und zeichnet sich durch eine nach Harmonie strebende Symmetrie aus.

Der Kaiserpalast

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Der Kaiserpalast wird oft auch „Verbotene purpurne Stadt“ genannt. Das Wort „purpur“ steht für die 10 m hohe braunrote Mauer, die zusammen mit einem bis zu 52 m breiten Wassergraben, den Palast umgibt. Er liegt im Zentrum Beijings und hat eine Fläche von 720 000 m². Der Legende nach gibt es im Palast 9.999 Räume, da nur der Himmel über 10.000 Räume verfügen darf, tatsächlich sind es jedoch 8.706 Räume und Hallen.
Während seiner 500-jährigen Geschichte führten rund 26 Kaiser von hier aus die Geschäfte des Landes. Heute ist der Kaiserpalast das größte Museum Chinas, in dem zahlreiche wertvolle Gegenstände aufbewahrt werden. Er steht auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes der Menschheit.

Der Tian’anmen Platz

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Der Platz des Himmlischen Friedens liegt im Herzen der Stadt. Er ist mit 400.000 qm der größte Platz der Welt. Zur Kaiserzeit lagen die Ministerien an dem damals noch wesentlich kleineren Platz. In der Mitte befindet sich das Denkmal der Helden des Volkes, südlich vom Denkmal liegt die Gedenkhalle des Vorsitzenden Mao.

Im Norden steht das Tian’anmen, das Tor des Himmlischen Friedens, das erstmals 1417 erbaut wurde und 1651 erneuert wurde. Früher erließ der Kaiser vom 34 m hohen Balkon des Tores seine Dekrete, die im Schnabel eines goldenen Phönix herabgelassen wurden. 1911 verkündete von hier aus die Kaiserinmutter Longyi den Thronverzicht ihres Sohnes Puyi, dem letzten Kaiser Chinas. Im Westen des Tian’anmen Platzes ist die Große Halle des Volkes, die mit 171.000 qm größer ist als die Gesamtheit aller Räume des Kaiserpalastes. Im Osten befinden sich das Museum der chinesischen Revolution und das Museum der chinesischen Geschichte. Im Süden schließt das Zhenyang Tor den Platz ab.

Der Sommerpalast

Der Sommerpalast, der von einem großen Park umgeben ist, ist mit einer Fläche von 290 Hektar eines der schönsten Sehenswürdigkeiten Beijings. Er entstand 1153 in der Hügellandschaft im Nordwesten Beijings und diente lange als ein kaiserlicher Garten. Er wurde im 18. Jahrhundert durch den Kaiser Qianlong, der seiner Mutter zu ihrem 60. Geburtstag (1752) ein ganz besonderes Geschenk machen wollte, vergrößert und verschönert.

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Die Kaiserinwitwe Cixi nahm weitere Veränderungen im Jahre 1888 vor. Sie ließ mit dem Geld, das eigentlich für den Aufbau einer modernen Marineflotte gedacht war, ein Marmorboot restaurieren, das heute noch unbeweglich auf dem See des Palastes liegt. Ausländische Truppen legten 1900, zur Zeit des Boxeraufstands, am Sommerpalast ein Feuer. Erst nach 1949 konnten wichtige Restaurationen vorgenommen werden.
Der Palast diente den Kaisern hauptsächlich als Sommerresidenz. In den Empfangshallen im Ostteil wurden gegen Ende der Qing-Dynastie häufig Regierungsgeschäfte abgewickelt. Außerdem gibt es noch verschiedene Residenzen, Tempel und Sehenswürdigkeiten.
Dreiviertel des Parks, durch den Sie wie früher die Kaiser wandeln können, bestehen aus dem Kunming-See. Das Hauptgebäude ist die Halle der Humanität und Langlebigkeit, die sich in der Nähe des Osttores befindet. Im Norden des Sees finden Sie den Langen Korridor, der mit 728 m die längste chinesische Promenade ist. Ein weiteres Erlebnis ist die 17-Bogen-Brücke, die mit Löwen und Fabeltieren geschmückt ist.

Die Große Mauer
Unter Chinesen wird die Große Mauer auch als "10.000 li Mauer" bezeichnet. Sie reicht heute vom Shanhaiguan Pass im Osten bis zum Jiayuguan Pass in der Wüste Gobi. Das Projekt der Großen Mauer begann vor 2000 Jahren, während der Qin-Dynastie. Der Kaiser Qin Shihuangdi (221-207 v. Chr.), der China erstmals einte, ließ die Mauerteile, die zuvor von den frühen Königreichen als Schutz gegen die nomadisierenden Reitervölker errichtet worden waren, zu einer Großen Mauer verbinden (6.000 km). Später wurden während der Han- und der Ming-Dynastie weitere Verlängerungen der Mauer vorgenommen.

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Heute ist die Mauer noch bis Shanhaiguan am Golf von Bohai an der Grenze zwischen den Provinzen Hebei und Liaoning erkennbar. Sie ist durchschnittlich 8 m hoch und 5 bis 6 m breit. Der Abschnitt der Großen Mauer bei Badaling ist eines der beliebtesten Ausflugsziele für Besucher. Er liegt 70 km nordwestlich von Beijing und auf einer Anhöhe von 1.000 m. Er ist typisch für die in der Ming-Zeit ausgebaute Mauer. Auf dem Weg dorthin kann man auch die Ming-Gräber besuchen, die in einem 40 km² großen Talkessel liegen. Insgesamt sind 13 der 16 Ming-Kaiser hier begraben. Der unterirdische Grabpalast und darin gefundene Gegenstände können besichtigt werden.

Der Mutianyu Abschnitt der Großen Mauer liegt etwa 90 km nordöstlich von Beijing. Es treffen dort drei Mauersegmente an einem 2.250 m langen restaurierten Teilstück mit 22 Wachtürmen aufeinander. Eine 700 m lange Seilbahn führt auf den höchsten Punkt (630 m).

Der Himmelstempel

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Der Himmelstempel wurde 1421 mit dem Kaiserpalast gebaut und unter Kaiser Qianlong (1749) erweitert. Früher war dies ein sehr heiliger Ort für die Chinesen, denn der Kaiser hielt hier seine alljährlichen Riten ab.
Wenn nur der kleinste Fehler der bei der Durchführung der Riten vor kam, deutete man dies als schlechtes Omen für die Zukunft der Nation. Die umliegenden Gebäude des Himmelstempels dienten der Aufbewahrung von Zeremonien-Gegenständen und Musikinstrumenten.


Der Lamatempel
Dies ist sicherlich einer der schönsten Tempel Beijings. Man findet wunderschöne Gärten, Wandmalereien etc. Der Lamatempel ist einer der größten tibetanisch-buddhistischen Tempel außerhalb Tibets. Er liegt im Nordwesten der Stadt und war früher die offizielle Residenz des Herzogs Yin Zhen, der 1723 zum Kaiser wurde und in die Verbotene Stadt umzog. 1744 wurde sie zu einem Lamatempel und beherbergte Mönche aus der Mongolei und Tibet.

Shanghai

Das Einkaufsparadies Shanghai wird als das New York des Osten bezeichnet. Die an der Mündung des Yangtze ins östliche Chinesische Meer gelegene Metropole, ist eine regierungsunmittelbare Stadt, alte Kulturstadt und die größte Industriestadt Chinas sowie ein bedeutender Finanz- und Handelshafen. Der unterschiedliche Charakter der ehemaligen Internationalen Konzession, des französischen Viertels und der chinesischen Altstadt hat sich bis heute erhalten.

Der Bund

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Bester Einstieg für eine Stadtbesichtigung ist zweifelsohne der Bund. Er ist das Wahrzeichen Shanghais und zieht sich als erhöht geführte breite Uferpromenade, und dient damit gleichzeitig als Damm, entlang der Zhongshan Lu vom Suzhou-Kanal im Norden bis zur Altstadt im Süden hin. Gesäumt wird der Bund von einer langen Reihe klassizistischer Hochhäuser, die Shanghai ihr unverwechselbares Aussehen verleihen.

Meisten sind es Banken oder Geschäftsgebäude, nationale Organisationen, Restaurants, Klubs, usw. die meist vor 1937 erbaut wurden und bis heute ohne große Änderungen gut erhalten sind. Morgens treiben hier viele Menschen Sport. Einige von ihnen machen Übungen mit dem Tai Chi-Schwert, andere betreiben Kung Fu. Abends erhellen die beleuchteten Gebäude die Promenade.

»Perle im Osten«
Mit einer Höhe von 468 m ist er der höchste Fernsehturm Asiens und gilt als das Wahrzeichen Shanghais. Sie können mit dem Fahrstuhl bis in eine Höhe von 263 m fahren. Von hier haben Sie einen schönen Rundblick über die Stadt. Drehbare Beobachtungsfenster und ein Cafe gibt es im obersten Stock.

Die Yu-Gärten
Nordöstlich des Altstadtbasars befindem sich die 2 ha großen Yu-Gärten aus der Ming-Zeit, die mit zu den berühmtesten Gärten Chinas gehören. Sie wurden von der Familie Pan gegründet, die während der Ming-Dynastie reiche Verwaltungsangestellte waren. Es dauerte 18 Jahre (1559-1577) bis sie fertig gestellt waren. 1842 wurden sie bei einer Bombardierung während des Opiumkrieges zerstört. Heute sind sie wieder restauriert und können wieder besucht werden.

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Bevor man sie betritt, kann man dem Teehaus (Huxinting) im Herzen des Sees einen Besuch abstatten. Es befindet sich mitten in einem Goldfischteich und ist über die Neun-Biegungen-Brücke erreichbar. Südlich der Gärten, beziehungsweise wenn man durch das alte Nordtor in die Altstadt wandert, erreicht man den ehemaligen Tempel der Stadtgötter aus der Song Zeit. Einst beteten hier Mandarine und Grundherren vor der Statue des Shanghaier Schutzpatrons. Der Tempel bildet den Übergang in das untouristische Einkaufszentrum der Altstadt, und man sollte sich ruhig in das Gassengewirr wagen. Manche Sträßchen sind so eng, dass man kaum hindurch passt, überall hängt Wäsche zum Trocken und wird sogleich von den Essensgerüchen der Gassen durchzogen.

Der Jadebuddha-Tempel

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Der Jade-Buddha Tempel ist wegen seiner zwei Buddha-Statuen aus Jade berühmt. Der Mönch Hui Gen brachte sie 1882 von Burma nach China. Eine besondere Kostbarkeit ist die Figur eines liegenden Buddha (96 cm lang), die seinen Eingang ins Nirwana zeigt. Die Statue des sitzenden Buddha ist 1,90 m hoch und aus weißer Jade.

Der Longhua-Tempel und die Longhua-Pagode
Der Longhua-Tempel ist der älteste und größte seiner Art in Shanghai. Er wurde im Jahre 242 n. Chr. erbaut und ist bis heute in gutem Originalzustand erhalten. Im Tempel sind Sutras aus der Tang-Dynastie, den Fünf Dynastien, der Ming- und Qing-Zeit zu finden. Die siebenstöckige und achteckige Pagode ist 40 m hoch und wurde 247 n. Chr. erbaut. Sie ist die besterhaltenste Pagode Shanghais.

Nanjing-Straße
Diese 5 km lange Straße ist die Haupteinkaufsstraße Shanghais. An ihren beiden Seiten reihen sich dicht Läden und Warenhäuser aneinander, die täglich eine Million Kunden anziehen.

Xian

Xian ist die Hauptstadt der Provinz Shaanxi. Die Stadt mit ca. 6,179 Mio. Einwohnern liegt inmitten der Guangzhong Tiefebenen westlich des Gelben Flusses. Sie befindet sich 412 m über dem Meeresspiegel und hat eine Fläche von 9983 km².

Die Terrakottaarmee

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Die Terrakottaarmee steht ungefähr 1.500 m östlich vom Grab Qin Shihuangs. 1974 machten Anwohner, die in einem Brunnen gruben, die womöglich größte archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts. Man fand eine unterirdische Grube, in der sich tausende lebensgroße Tonkrieger mit ihren Pferden befanden. Sie alle standen in einer Kriegsformation. 1976 wurden noch zwei weitere, jedoch etwas kleinere Gruben entdeckt. Die drei Grabungsstätten nehmen eine Fläche von 20.000 qm ein. Es wurden bisher 10.000 Waffen gefunden, die zum Teil noch scharf waren. In der dritten Grube entdeckte man einen Kriegswagen mit vier Figuren sowie weitere 64 Krieger in Panzerrüstung: offenbar das militärische Oberkommando. Die Armee sollte den mächtigen Kaiser Qin Shihuang (221-207 v. Chr.) wahrscheinlich nach seinem Tode noch beschützen.

Die Große Wildganspagode
Diese Pagode steht auf einem Terrain, in dem sich früher der Tempel Mütterlicher Anmut befand. Der Tempel wurde 648 n. Chr. von Kaiser Gao Zong zu Ehren seiner verstorbenen Mutter erbaut. Die Gebäude, die heute dort stehen, stammen aus der Qing-Dynastie und sind im Ming-Stil. Die Original-Pagode von 652 n. Chr. hatte nur fünf Stockwerke, aber sie wurde oft renoviert. Sie diente der Aufbewahrung buddhistischer Schriften, die vom Mönch Xuan Zhang, der sie aus Indien mitgebracht hatte. Das eindrucksvolle Gebäude ist 64 m hoch.

Beilin
Der Stelenwald befindet sich in der Sanxue Straße, dem alten Standort des Konfuziustempels. Es ist der umfangreichste und früheste Stelenwald. Beilin wurde in der Periode der Fünf-Dynastien (907-906) angelegt. Beilin besteht aus sieben Ausstellungshallen, sechs Wandelgängen und einem Pavillon mit einer Gedenktafel.

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Die Große Moschee

Dies ist eine der größten Moscheen Chinas. Die gegenwärtigen Gebäude stammen aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Sie steht im nordwestlich des Tommeltempels und weist sowohl die künstlerische Gestaltung des traditionellen chinesischen Bauhandwerks als auch den einzigartigen Stil islamischer Architektur auf. Noch heute nutzen Moslems die Moschee für ihre Gebete.

Die Stadtmauer
Die Stadtmauer wurde errichtet, als Xian noch die kaiserliche Stadt Chang’an war. Sie ist eine der bekanntesten Stadtmauern der chinesischen Geschichte des späten Mittelalters und gilt heute als eine der am besten erhaltene Anlage. Die Stadtmauer umschließt die Stadt rechteckig und hat einen Umfang von 11,9 km. Sie ist etwa 12 m hoch und 5-12 m breit. Die sichtbaren Flächen der Mauer bestehen aus grauem Backstein.

Museen
Das Museum der Provinz Shaanxi war früher ein konfuzianischer Tempel und beherbergt eine reich bestückte Ausstellung. Die ausgestellten Gegenstände stehen größtenteils in Zusammenhang mit der langen Geschichte der berühmten Seidenstraße.
Das Museum für die Geschichte der Provinz Shaanxi befindet sich in einem südlichen Vorort Xians, nordwestlich der Großen Wildgans Pagode. Im Juni 1991 wurde das Museum eröffnet. Es nimmt eine Fläche von etwa 56 000 m² ein. Im Innern des Museums finden Sie etwa 100 000 Kulturgegenstände der früheren Dynastien. Dazu zählen die Bronzewaren der Shang- und Zhou-Dynastien, Tonfiguren der früheren Dynastien, Ton- und Silbergefäße, sowie Wandmalereien der Tang Dynastie.

Die drei Schluchten des Yangtze

Lage
Der Yangtze ist mit einer Gesamtlänge von 6.300 km der größte Fluss Chinas und der drittgrößte der Welt. Er entspringt an der Südwestseite des Schneeberges Geladandong, dem Hauptgipfel des Tangula Gebirges, fließt durch die Provinz Qinhai, das Autonome Gebiet Tibet, die Provinzen Sichuan, Yunnan, Hubei, Hunan, Jiangxi, Anhui und Jiangsu sowie die Stadt Shanghai und mündet dann in das Ostchinesische Meer.

Über 300 Mio. Menschen leben im Einzugsgebiet des Yangtze mit einer Anbaufläche von 27 Mio. ha. Als wichtige Agrarprodukte gibt es Wasserreis, Baumwolle, Raps, Hanf, Tee, Tabak, und Seidenraupenkokons. Etwa 70% des Wasserreises und 1/3 der Baumwolle des ganzen Landes kommen aus diesem Gebiet. Die Wassermenge des Yangtze beträgt über 900 Mrd. m³.

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Yangtze und seine Nebenflüsse sind in einer Länge von 70.000 km schiffbar. Der Yangtze besitzt Wasserkraftreserven von etwa 230 Mio. kw. Der Wasserlauf von Chongqing bis Hankou hat etwa 1.370 km Länge, von Chongqing bis Shanghai etwa 2.495 km. Der Yangtze ist eine Wiege der chinesischen Kultur. An beiden Ufern finden sich zahlreiche Türme, Terrassen, Pavillons, Tempel, Gärten, Stelen sowie andere Kulturdenkmäler und historische Relikte.

Das Drei-Schluchten-Bauprojekt
Das Drei-Schluchten-Bauprojekt, in Sandouping m Ende der Xiling-Schlucht, nahe der Stadt Yichang, Provinz Sichuan, umfasst einen Staudamm, einen Hochwasserkanal, ein Wasserkraftwerk und ein Schiffshebewerk. Der Staudamm ist 1.983 m lang und 185 m hoch. Nach seiner Fertigstellung wird hier ein 39,3 Milliarden Kubikmeter großes Staubecken entstehen. An diesem Damm wird das größte Wasserkraftwerk der Welt errichtet: Jährlich kann es 84 Mrd kWh Strom erzeugen.

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Nach der Beendigung der Bauarbeiten werden alle gefährlichen Stromschnellen Yangtze-Staudammüberschwemmt sein. Darüber hinaus wird dieses Wasserbauprojekt eine wichtige Rolle zum Schutz vor Hochwasserkatastrophen, zur Bewässerung, Süßwasserfischzucht sowie zur Wasserversorgung spielen. Beim Bau des Projekts werden verschiedene Maßnahmen zum Denkmalschutz und zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts getroffen. Zum Beispiel werden der Zhang-Fei-Tempel in Yunyang und der Qu-Yuan Tempel in Zigui an anderer Stelle originalgetreu wieder aufgebaut. Die antike hydrologische Station Beiheliang wird zu einem "Museum unter dem Wasser" umgebaut. Mit der Entstehung des Staubeckens werden sich hier 11 Seen und 14 Inseln als touristische Attraktion bilden.
Das Bauprojekt wurde 1994 gestartet und endet voraussichtlich im Jahr 2009. Das gesamte Anlagevermögen wird sich schätzungsweise auf 203,4 Milliarden Yuan belaufen.

Die Drei Großen Schluchten
Auf einer Gesamtlänge von 201 km erstrecken sich die weltbekannten Drei Schluchten von Baidicheng im Kreis Fengjie in der Provinz Sichuan ostwärts bis Nanjinguan im Kreis Yichang in der Provinz Hubei. Sie bestehen aus der Qutang-, der Wu- und der Xiling-Schlucht. Sie werden von den in- und ausländischen Touristen als natürliche Galerie und goldener Wasserweg bezeichnet.

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Die 33 km lange Qutang-Schlucht ist grandios und schroff, die 42 km lange Wu-Schlucht ist schön und tief und die 126 km lange Xiling Schlucht ist für reißende Strömung und versteckte Felsklippen bekannt.
Bildschön ist die Landschaft an beiden Flussufern, wo Kiefer, Zypressen und Mandarinbäume üppig gedeihen. Vergnügungsdampfer für Yangtze Schluchten Fahrt bieten gutes Essen und bequeme Unterkunft und sich mit Erholungs- und Vergnügungseinrichtungen ausgerüstet. Sie halten an Stellen mit wichtigen Sehenswürdigkeiten wie Fengdu, Wanxian, Wushan, Shennongxi, Badong, Zigui, Yichang und Jingsha. Touristen können in oben erwähnten Orten Kulturdenkmäler und historische Relikte besichtigen, die alte Kultur der Staaten Ba und Chu sowie die Sitten und Gebräuche der dortigen Bevölkerung kennen lernen. Die drei Schluchten des Yangtze zählen zu den zehn attraktivsten Reisezielen Chinas.

Guilin

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Die Kreisstadt Guilin liegt in der Provinz Guanxi mit der Hauptstadt Nanning ist. Guilin ist im Nordosten des autonomen Gebiets der Zhuang-Nationalität gelegen. Das Gebiet Guilin ist 4195 km² groß und ist eine typische Karstgegend. Erdbewegungen hoben Kalkschichten hervor, die im Laufe von Jahrmillionen durch Wind und Wasser zu bizarren Bergen und unterirdischen Höhlen geformt wurden.

Der Gipfel der Einzigen Schönheit
Der Gipfel der Einzigen Schönheit, auf Chinesisch auch Duxiu Feng genannt, liegt mitten in der Stadt. Von oben sieht man den Li Fluss und die umliegenden Berge. Der Neffe eines Ming-Kaisers baute im 14. Jahrhundert einen Palast am Fuße des Berges, leider ist nur noch das Tor davon erhalten.

Der Wellenreiterberg
Der Wellenreiterberg ist nicht weit vom Gipfel der Einzigen Schönheit und ragt am Ufer des Li Flusses empor. Der Name beschreibt wohl die Tatsache, dass der Gipfel des Berges bis in den Fluss ragt und so die Wellen blockiert. Im Süden befindet sich die Höhle der zurückgegebenen Perle. Die Legende besagt, dass die Höhle von einer Perle erleuchtet und von einem Drachen bewohnt wurde. Ein Fischer klaute die Perle, doch er schämte sich so sehr, dass er sie kurz darauf wieder zurückgab. Nicht weit davon finden Sie die Höhle der Tausend Buddhas.

Der Park der Sieben Sterne
Der Park der Sieben Sterne liegt im Zentrum Guilins. Er trägt diesen Namen, weil es dort sieben Berge gibt, die dem Himmelsgestirn des Großen Bären ähneln. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Höhle der Sieben Sterne, der Kamelberg, die Blumenbrücke, der Wald der Gedenksteine und der Longyingfelsen.

Die Schilfrohrflöten-Höhle

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Eines der schönsten Ausflugsziele, die Guilin zu bieten hat, ist die Höhle der Schilfrohrflöten. Sie führt 240 m tief in einen Felsen. Auf einem 500 m langen Weg durch die Höhle sieht man viele wunderschöne Stalaktiten, Stalagmiten und Tropfsteinsäulen. Früher wuchsen am Eingang der Höhle Schilfrohre, die die Bevölkerung zur Herstellung von Musikinstrumenten nutzte.

Kunming

Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunnan, liegt im äußersten Südwesten Chinas nicht weit von der Grenze zu Laos. Kunming hat 3,5 Mio. Einwohner, von denen nur etwa 1 Mio. die urbanen Gebiete bewohnen. Es leben viele nationale Minderheiten in Kunming, darunter sind hauptsächlich Angehörige der Yi, Hui und Miao Völker.

Der Steinwald
Mit einer Fläche von etwa 26.000 Hektar liegt der Steinwald im Kreis Lunan, ca. 120 km südöstlich von Kunming. Ein weltbekanntes Karstgebiet, wovon zur Zeit erst eine Fläche von 80 Hektar als Reisegebiet erschlossen ist. Hier stehen hoch emporragende, schroffe Felsen mit pittoresken Gipfeln. Von weitem erscheinen sie wirklich wie ein Wald aus Stein. Diese Karstformation entstand vor etwa 270 Millionen Jahren, als die Erdkruste sich hob und das ursprünglich vorhandene Meer absinken ließ.

Der Yuantong-Tempel
Der Yuantong-Tempel ist die größte buddhistische Anlage in Kunming. Er ist im Yuantong-Park gelegen und wurde in der Tang-Zeit (618-907) erbaut. Der heutige Tempel stammt allerdings aus der Yuan-Zeit (1271-1368). Im Tempel gibt es einen Ehrenbogen, einen achteckigen Pavillon, die Yuantong Halle, einen Wasserpavillon und Wandelgänge.

In der Yuantong-Halle gibt es eine Buddhastatue aus der Yuan-Zeit und zwei Drachenfiguren aus der Ming-Zeit, die sich jeweils um die Säule winden. 

Die Westberge
Am Westufer des Dianchi-Sees erheben sich die Westberge, ein 210 Hektar großer natürlicher Waldpark. Hier wachsen alte Bäume bis in den Himmel hinauf. An gewundenen Pfaden im Schatten mächtiger Bäume liegen die alten Tempel Huating und Taihua. An steilen Berghängen und auf gefährlichen Klippen sind mehrere Bauten zu sehen, so der Sanqing-Pavillon und das Drachentor, ein herrlicher Gebäudekomplex auf einem Felsen.

Museum
Das Museum der Provinz Yunnan befasst sich vor allem mit den vielen Minderheiten aus dieser Gegend. Sie werden viel über ihre Gebräuche, Kleider und Kunst lernen.

Guangzhou (Kanton)

Guangzhou ist die Hauptstadt Guangdongs und zählt zu den größten Städten Südchinas. Ihr unterstehen acht Stadtbezirke und vier Kreise. Die ca. 9 Mio. Einwohner, sind hauptsächlich Kantonesen, die den für Nordchinesen unverständlichen kantonesischen Dialekt sprechen. Guangzhou liegt an der Mündung des Perlflusses in der Provinz Guangdong, die im Südosten vom Südchinesischen Meer, von Hongkong und Macao begrenzt wird.
Der Yuexiu Park
Der Yuexiu Park ist mit 93 Hektar der größte in Guangzhou. Man findet in ihm den Zhenhai Turm, das Sunt Yat Sen Monument und die Skulptur der fünf Ziegenböcke. Die Skulptur der fünf Ziegenböcke wurde 1959 erbaut und ist ein Symbol der Stadt Guangzhou. Die Legende besagt, dass vor langer Zeit fünf göttliche Wesen, die Kleider in fünf verschiedenen Farben trugen, durch die Lüfte reitend nach Guangzhou kamen. Jeder von ihnen brachte den Menschen Reis mit, die dies als Zeichen dafür deuteten, dass die Gegend für immer von Hungersnöten befreit bleibe. Guangzhou bedeutet weite Region. Von diesem Mythos leitet sich der zweite Name der Stadt ab, nämlich Ziegenstadt oder Stadt der Ziegenböcke.
Die Huaishen MoscheeDie Moschee, die auch „Moschee zum Gedenken an die Weisen“ genannt wird, steht in der Guangta Lu. Im Volksmund heißt sie „glatte Pagode“, weil sie eine glatte Oberfläche hat und früher als Leuchtturm für die Schiffe auf dem Perlfluss diente. Der Überlieferung nach ließ sie der erste moslemische Missionar in China im Jahre 627 n. Chr. erbauen.
Der Guangxiao TempelDiese Anlage ist die älteste in Guangzhou. Im 3. Jh. hieß sie Jinzhi Si (Verbotener Tempel), später Wanguan Chaotin (Tempel des Kaiserlichen Hofes) oder Xiyun Daogong (Tempel der Wolken aus dem Westen). Dieser Ort ist besonders wichtig für Buddhisten, weil der berühmte Mönch Hui Neng sich hier im 7. Jh. aufhielt. Die eigentlichen Tempelgebäude wurden im 17 Jh. niedergebrannt.
Der Ahnentempel der Familie Chen
Der Ahnentempel liegt in der Zhongshan Qilu. Gebaut wurde er in den letzten Jahren der Qing-Dynastie. Er war der Ort, wo Einwohner aus 72 Kreisen der Provinz Guangdong, die Chen hießen, ihren Ahnen opferten. Und hier bereiteten sich junge Männer aus akademischen Familien auf die Prüfung für den Grad eines Juren (akademischer Titel währen der Ming- und Qing-Zeit) vor. Die imposanten Bauwerke mit prächtigen Dekors sind vom Stil der Provinz Guangdong geprägt. 
Der Tempel der sechs Banyan Bäume
Dieser Tempel wurde im Jahre 537 in der Zeit der Südlichen Dynastien angelegt. Der Name stammt von einer Kalligraphie des bekannten Dichters Su Dongpo der Song-Zeit. Im Tempel steht eine Blumenpagode, auch Pagode der tausend Buddhas genannt. Sie ist 57,6 m hoch , besteht außen aus neun und innen aus 17 Stockwerken. Vom obersten Stockwerk hat man eine schöne Aussicht auf die Stadt.
Museum
Das exzellente Südliche-Yue-Gräber-Museum mit seinen englischen Erklärungen ist auch bekannt als das Museum der Westlichen Han-Dynastie. Es steht neben dem Grab des des Südlichen Yue Königs, der der zweite Herrscher des Südlichen Yue Königreiches war (ca. 100 v. Chr.). Die Gegend um Guangzhou hieß während der Han-Dynastie (206-220 n. Chr.) Südliches Yue Königreich.

Hainan

Hainan ist mit einer Fläche von 34.000 km² (zum Vergleich: Schweiz 41.300 km²) die kleinste Provinz Chinas und liegt über 2.500 km südlich von Peking im Südchinesischen Meer. In der einzigen tropischen Provinz Chinas herrschen das ganze Jahr hindurch sommerliche Temperaturen - schließlich liegt die Insel noch ein wenig südlicher als Hawaii und somit näher am Äquator. Als ehemaliger Verbannungsort der in Ungnade gefallenen Beamten des Kaiserreiches blieb die Insel jedoch bis in die 80er Jahre als "Ende der Welt" unbedeutend. Erst Ende der 90er Jahre wurde die Insel im Zuge der fortgeschrittenen Entwicklung des Tourismus als ein neues Badeparadies entdeckt.
Entlang ihrer pazifischen Küste reihen sich bis zu 20 km lange weiße Sandstrände wie Perlen an einer Kette. Im Landesinneren, am Fuß des bis zu 1.800 m hohen Fünffinger-Berges, befindet sich der größte tropische Regenwald des Landes. Er ist die Heimat der bunten Flora und Fauna Hainans. Unter anderem ist hier der langarmige Schopfgibbon, eine seltene Unterart der Menschenaffen, zu Hause. über 100 Orchideenarten wetteifern mit ihrer Blütenpracht um die Gunst der Betrachter. Nationale Minderheiten laden Sie ein, ihre Kultur und Traditionen kennen zu lernen.
Hainan verfügt über eine günstige Verkehrslage. Ihre Hauptstadt Haikou ist der Verkehrsknotenpunkt für Schiff- und Luftfahrt sowie für Landverkehr. Von Haikou und Sanya aus kann man mit dem Flugzeug über 70 in- und ausländische Städte, von Haikou, Sanya, Xingang, Yinxiu und Yangpu mit dem Dampfer direkt Chinas Hafenstädte Guanzhou, Zhanjiang und Shantou sowie Hong Kong erreichen.
Yalongwan
Yalongwan ist ein Urlaubsgebiet am südlichen Ende der Insel Hainan, 28 km südöstlich von der Stadt Sanya entfernt und dient als ein idealer Kurort im Winter. Hier gibt es Luxushotels und andere touristische Einrichtungen. Das Gebiet weist eine typische tropische Landschaft auf. Der 7,5 km lange Sandstrand ist eine Attraktion für Schwimmer. Das Meerwasser rings um die Insel ist sehr klar. Taucher können hier verschiedene tropische Fische und Korallen bewundern.
Luhuitou
Luhuitou ist ein Hügel aus Korallenriffen nahe der Stadt Sanya. Er sieht wie ein galoppierender Hirsch aus, der seinen Kopf wendet. Von dem Gipfel des Hügels aus hat man ein herrliches Panaroma über die umliegende Landschaft.
Mangrovenschutzgebiet
Das Schutzgebiet liegt in der Nähe der Stadt Qiongshan. Mangrovenbäume wachsen an der tropischen Küste. Weil sie bei Flut überschwemmt werden, nennt man sie "Wald auf dem Meeresgrund".
Tianya Haijiao (Ende der Welt)
Das Ausflugsziel an der Südspitze von Hainan liegt 23 km westlich von Sanya entfernt. An der Küste stehen steile Felsen mit eingeschnitzten Schriften wie "Ende der Welt" und "Pfeiler am Südhimmel".
Botanischer Garten Lianyuan
Der botanische Garten befindet sich in der Stadt Danzhou. Hier werden über 1000 Arten seltener tropischer Pflanzen aus 40 Staaten und Gebieten gezüchtet.