Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka

Schon die Gewürzhändler im Altertum berichteten von der unbeschreiblichen Schönheit Serendibs, wie sie die Insel damals tauften. Später wurde daraus Ceylon, heute nennen die Singhalesen ihr Land stolz Sri Lanka, das königlich-leuchtende Land. Seine Besucher lockt Sri Lanka mit palmenumsäumten Traumstränden, atemberaubenden Berglandschaften im Landesinnern sowie einer reichen Kultur und Geschichte mit historischen Tempeln und Monumenten.

Colombo
Antike Ruinenstädte
West- und Südküste
Das Hochland - Kandy und Nuwara Elyia
Ostküste
Unterwasserwelt
Nationalparks etc.

Colombo

Sri Lankas Hauptstadt ist eine faszinierende Stadt, nicht nur wegen der Verschmelzung westlicher und östlicher Einflüsse, sondern auch wegen der Mischung von Vergangenheit und moderner Gegenwart.
Colombo ist seit Jahrhunderten eine florierendere Hafenstadt, schon Seefahrer aus Persien, Marokko und landeten hier und trieben Handel mit Perlen, Edelsteinen sowie Pfauen und Elefanten. Auch Zimt und andere Gewürze Serendibs, wie diese Händler Sri Lanka damals bezeichneten, waren begehrte Handelsware.
Auch heute noch spielt der Seehandel eine bedeutende Rolle, aber auch das geschäftige Leben in der Stadt mit ihren Banken und Geschäftszentren verdeutlichen den Aufbruch Sri Lankas in unsere moderne Zeit.
Die Spuren der ursprünglichen Siedler aus Holland, Portugal und England lassen sich auch heute noch überall im Stadtbild Colombos finden. Viele Kirchen und Monumente zeugen von der europäischen Besiedlung vor ca. 500 Jahren, auch in vielen Trachten und sogar in der heutigen Landessprache finden sich diese Einflüsse.
Die heute ca. 500.000 Einwohner leben in 15 Zonen, von denen die 3 wichtigsten Pettah, The Fort und Cinnamons Garden. Pettah ist das moderne Geschäftszentrum, The Fort war eine militärische Anlage während der portugiesischen und holländischen Besetzungszeit und Cinnamon Gardens ist die gehobene Wohngegend mit weiträumigen Parks und Anlagen.

Museen
National Museum
Dieses, in der Sir Marcus Fernando Mawatha, Colombo 7, gelegene Museum war das erste öffentliche Sri Lankas und wurde 1877 eröffnet. Es ist berühmt für seine Sammlung von Antiquitäten und Kunstgegenständen, die einen Einblick in die Geschichte und Kultur Sri Lankas geben. Im 1. Stock gibt es eine Abteilung mit Puppen, darüber hinaus befinden sich in der Bibliothek ca. 500.000 Bücher, darunter einige sehr seltene und wertvolle. Auch ca. 4.000 antike Manuskripte auf Palmenblättern zählen zu den Exponaten.
Das Museum ist täglich außer freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
National Museum of Natural History
Dieses Museum befindet sich im gleichen Gebäude wie das oben beschriebene, ist aber zusätzlich von der Straße Ananda Coomaraswamy Mawatha zu erreichen. Neben ausgestopften Exemplaren aller Tiere und Vögel sri Lankas finden Sie hier auch Exponate zu angewandter Botanik, Geologie und Fossilien sowie aktivem Umweltschutz.
Das Museum ist täglich außer freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.The Dutch Period Museum
Das Gebäude in der Prince Street, Pettah wurde im 17.Jahrhundert im traditionellen holländischen Stadthausstil erbaut. Viele Ausstellungsstücke wie Möbel, Porzellan, Münzen, Waffen und Gemälde veranschaulichen das Leben in dieser Zeit .
Das Museum ist täglich außer freitags von 09:00 bis 17:00 Uhr geöffnet.
Parliament Building
Der heutige Regierungssitz vereinigt in gelungener Weise den traditionellen Baustil Sri Lankas mit moderner Architektur. Es liegt ca. 10 km von Colombo Fort in Sri Jayawardenepura Kotte, dem Verwaltungszentrum Colombos.
Old Parliament Building
Das von den Briten im viktorianischen Stil erbaute Gebäude erfüllt auch heute noch eine Verwaltungsfunktion und beherbergt das "Presidential Secretariat", das Präsidialamt.
Gramodaya Folk Arts Centre
In diesem, ebenfalls in Sri Jayawardenepura Kotte gelegenen, Zentrum für tradionelle Kunst bieten viele Läden die Erzeugnisse der verschiedensten Handwerksrichtungen an. Von Gold- und Silberschmiedearbeiten, über Tonwaren, Seide und Leder bis hin zu Web- und Flechtarbeiten finden Sie hier einen hervorragenden Überblick über die Produkte ceylonesischer Kunst. Das Zentrum bietet neben den Kunsthandwerksläden auch einen Herbal Health Drink Shop, wo Sie verschiedene Gesundsheitsdrinks probieren können und ein Aquarium mit tropischen Fischen.

Antike Ruinenstädte

Sri Lankas pulsierende und geordnete Zivilisation kann bis ins fünfte Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden. Städte, Paläste, Wassertanks, Parkanlagen, Tempel, Klöster sind Zeugen einer frühen blühenden Kultur, sind Überreste eines stolzen Volkes, der Singhalesen, was so viel heißt wie die „Löwenrasse". Zeugen dieser alten Zivilisation sind in großer Fülle vorhanden und können auf einer bequemen Halbtagesfahrt von Colombo durch sattgrüne Landschaften, Reisfelder, Kokospalmen und entlang des Dschungels, in dem Elefanten und Leoparden leben, besichtigt werden.
Anuradhapura
Die Stadt liegt 250 km von Colombo entfernt. Anuradhapura wurde im vierten Jahrhundert v. Chr. gegründet und war die erste Hauptstadt Sri Lankas. Der Mahavansa-Chronik (erste buddhistische Chronik) folgend wurde Anuradhapura in dieser Zeit nach einem mustergültigen städtebaulichen Konzept angelegt. Man errichtete spezielle Stadtbezirke für Bewohner bestimmter Berufszweige und Klassen. Es gab Herbergen, Spitäler, getrennte Friedhöfe für die hohen und niederen Kastenangehörigen. Die Wasserversorgung wurde durch das Anlegen von Wassertanks gewährleistet. Anuradhapura war über 600 Jahre die Hauptstadt der Insel und das politische Zentrum. Durch die inneren Kämpfe um die Thronfolge konnte Anuradhapura dem Druck der Südinder nicht mehr standhalten. Nach schweren Kämpfen mußte die Stadt schließlich endgültig aufgegeben werden. Über Anuradhapura begann sich der Dschungel auszubreiten. Durch Ausgrabungen erlebte das kulturelle und politische Zentrum der singhalesischen Könige eine Auferstehung. Die Ruinen leben weiter als stumme Zeugen einer Hochkultur im Schatten von Bäumen, in der Stille des kühlen Steins und der schützenden Klarheit des Himmels.
Polonnaruwa
Die Stadt liegt südöstlich von Anuradhapura, 216 km von Colombo entfernt. Sie war im Mittelalter die Hauptstadt der Insel. Nachdem Anuradhapura zu Beginn des 11. Jahrhunderts von indischen Eroberern besetzt wurde, wurde der Regierungssitz nach Polonnaruwa verlegt. Die erhaltenen Bauwerke sind Überreste aus der Regierungszeit von nur zwei Königen. Die Stadt war großzügig gestaltet. Drei konzentrische Stadtmauern wurden errichtet, und zahlreiche Parks, Gärten, Paläste, Tempel und Schreine schmückten die Stadt. Ein gut ausgebautes Kanalnetz und ein künstlicher See (Parakrama Samudra) sicherten die Wasserversorgung.
Sigiriya
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Sigiriya - die Himmelsfestung: Das über 200 Meter aus dem Dschungel aufragende Felsmassiv, das als Festung diente, bietet dem Besucher einen unvergesslichen Anblick, wenn man, von der Dschungelstraße abbiegend, auf den roten Felsen schaut, der sich gegen den strahlend blauen Himmel abhebt.
Diese Stätte muß noch atemberaubender gewesen sein, als der Palast die Felsenspitze krönte und die weißen Marmorwände, die ehernen Dächer und juwelenbesetzten Turmspitzen vom Sonnenlicht überflutet wurden. Die weltberühmten Sigiriya-Fresken sind von außergewöhnlicher Schönheit, es sind Darstellungen von Mädchen, Nymphen oder himmlischen Wesen, die mit Tonfarben auf die spiegelblanken Felsen gemalt wurden.
Sigiriya erlebte nur einen kurzen Höhepunkt. Der Palast wurde von 477 bis 495 n. Chr. bewohnt, eines der phantastischsten Bauwerke, die einst das Land zierten. Es gibt viele voneinander abweichende Darstellungen über die Sigiriya-Epoche, die Geschichte verliert sich in der Fülle von Legenden, Liebesgeschichten und Romanzen. Eine Geschichte bleibt jedoch bestehen, die des Königs Kasyapa, des Erbauers, der eine Künstlernatur hatte (477 bis 495 n. Chr.). Barden besangen ihn, Theaterstücke und Filme versuchten, seine Persönlichkeit und seine Werke darzustellen.

Die Felsenfestung Sigiriya war eine Nachbildung des Wohnsitzes „Kuvera", dem Gott des Reichtums. Kasyapas großartige Träume sollten Gestalt annehmen und zur Realität werden. Aber er wurde von seinem Halbbruder Moggalana militärisch herausgefordert. Kasyapa glaubte sich allein auf dem Schlachtfeld, entzog sich dem aussichtslosen Kampf und ging freiwillig in den Tod.
Auf halber Höhe des Felsens erreicht man über eine steile Treppe eine Galerie, von der eine Wendeltreppe zu den weltberühmten Fresken führt. Inschriftenforscher geben an, daß von der ursprünglichen Existenz von über 500 solcher Portraits ausgegangen werden kann. Heute sind nur noch 19 erhalten.
Auf der Nordwestseite des Felsens führt ein Pfad von der Galerie zum Gipfel. Dieser Pfad wird von einer Mauer geschützt, die von einem solch hochpolierten Putz bedeckt ist, daß man sich trotz jahrhundertelanger Wettereinwirkung fast darin spiegeln kann. Entlang des Pfades sieht man die Sigiriya-Graffiti, das sind von Pilgern eingravierte Unterschriften und Reime.

Der Gipfel des Felsmassivs hat eine Flächenausdehnung von über 12.000 qm. Eine Außenwand des Palastes wurde an das äußerste Ende des Abhangs gebaut. Der Lustgarten auf der Westseite des Felsens ist mit Seen, kleinen Inseln, Spazierwegen und Pavillons geschmückt.

Yapahuwa
Diese alte Festung war im Jahre 1301 die Hauptstadt der Insel. Yapahuwa liegt im Verwaltungsbezirk von Kurunegala, etwa 150 Kilometer von Colombo entfernt. Wie das bekanntere Sigiriya ist Yapahuwa ein Felsenmassiv mit einer Höhe von knapp 100 m. Es ist von einem Burggraben und einem Festungswall umgeben. Spuren früherer Schlachten kann man heute noch sehen. Das Paradestück von Yapahuwa jedoch, der reichverzierte Treppenaufgang, ist erhalten.

Dambulla
20 km von Sigiriya entfernt liegt Dambulla, ein großes und freistehendes Felsmassiv. Hier befindet sich der im ersten Jahrhundert erbaute Felsentempel. In diesen Felsenhöhlen fand der König 14 Jahre lang Zuflucht, während die Hauptstadt Anuradhapura von den Indern besetzt war. Nach der Rückeroberung der Hauptstadt wurden die Höhlen zu einem herrlichen Felsentempel.

Der Ausblick vom Gipfel ist atemberaubend. In über 100 m Höhe befinden sich fünf Höhlen, die in Heiligtümer verwandelt wurden. Ein 14 m langer ruhender, in Fels gehauener Buddha befindet sich in der ersten Höhle. Steingravierungen und Fresken, die das religiöse und historische Interesse wecken, sind in den Höhlen zahlreich vorhanden. Diese Fresken entstanden in der Zeit vom 15. bis zum 18. Jahrhundert. In einer der Höhlen, der größten und schönsten, stehen nicht weniger als 150 lebensgroße Statuen von Gottheiten. Zahlreiche Szenen aus dem Buddhaleben sind in leuchtenden Farben gemalt.

Mihintale
7 km östlich von Anuradhapura liegt Mihintale, die Wiege des Buddhismus. Der Felsen ist von Heiligtümern und Einsiedlerhöhlen bedeckt. Der alte Treppenaufgang führt über 1.840 Granitstufen zum Gipfel des Missaka-Hügels und bietet einen herrlichen Rundblick über die Landschaft.

West- und Südküste

Ambalangoda
Eine halbe Autostunde von Bentota entfernt - die Heimat der Teufelstänzer und Maskenschnitzer. Etwas weiter folgt dann Hikkaduwa, bekannt durch seine Unterwasservergnügen. Hier liegen die berühmten Korallengärten. Man braucht einfach nur ein Glasbodenboot zu mieten oder kann sogar selber mit Schwimmflossen und Taucherbrille hinausschwimmen, um die großartige Korallenpracht im Meer zu erforschen.

Bentota
Vier Kilometer von Beruwala entfernt liegt der Ferienpark von Bentota, an einem romantischen Rendezvous von Fluß und Meer, ein Komplex mit vier Hotels, Eisenbahnstation, Postamt, Geschäftsarkade, Café und einem Freilufttheater, in dem klassische Maskentänze nach altem Brauch aufgeführt werden, schließlich noch ein Informationszentrum - alles überragt von majestätischen Palmenhainen.

Beruwela
Eine dreiviertel Autostunde weiter südlich beginnt hier die sich über 130 km erstreckende eigentliche Touristenküste, wo sich der Fremdenverkehr in den letzten Jahren rasant entwickeln konnte, ohne daß jedoch der idyllischen Tropenlandschaft Schaden zugefügt worden ist. Die Autostraße nach Süden schmiegt sich im Wechsel mit der Eisenbahnlinie an die Küste und das offene Meer. Die Reise wird immer reizvoller, schlanke Kokospalmen wiegen sich gemächlich im Wind. Und nicht selten können Sie in den Kronen der Palmen einen Toddyzapfer entdecken, der geschickt und wendig auf einem Seil von Palme zu Palme tänzelt - beileibe keine Zirkusvorstellung, sondern seine alltägliche Beschäftigung, um den Blütensaft der Palme für Toddy einzusammeln. Auf der gesamten Strecke bis nach Tangalle im äußersten Süden Sri Lankas liegen zum offenen Meer hin immer wieder die renommierten Strand- und Ayurvedahotels.

Die Haupturlaubszeit hier an der West- und Südwestküste ist von Oktober bis März, wenn die See ruhig und tiefblau daliegt, ebenso wie auch der Himmel. Der warme Ozean verlockt zum Baden und Schwimmen; wer sich in der heißen Sonne aalen und bräunen möchte, braucht sich einfach nur in den weichen, goldenen Sand zu legen. Muße und Entspannung, keine Eile - sogar genug Zeit, um am weiten Horizont die Sonne in ihrer Farbenpracht ins Meer tauchen zu sehen.

Galle
Nur 15 oder 20 Minuten weiter nach Süden, eine alte, kolonialgeschichtlich bedeutende Festung, eine Stadt großer historischer Vergangenheit, geprägt von Charme und Faszination der Historie, angeblich das einstige „Tarschisch" der Bibel. Der Hafen hatte in der Kolonialzeit seine größte Blüte. Im malerischen Fortviertel von Galle lebt die Erinnerung an die florierende holländische Kolonialzeit nach. Davon zeugt noch die kolossale Befestigung einschließlich zahlreicher historischer Baudenkmäler aus längst vergangenen holländischen Zeiten.

Hikkaduwa
98 km südlich von Colombo gelegen ist dies d e r Platz für Unterwasservergnügen. Hier befinden sich die berühmten Korallengärten. Mieten Sie ein Glasbodenboot oder einfach nur eine Taucherbrille und erkunden Sie die phantastische Welt unter Ihnen. Eine Bitte: Kaufen Sie keine Korallen und ermutigen Sie andere nicht, dies zu tun!

Mount Lavinia
Ein Vorort von Colombo, im Süden der Stadt gelegen. Der Strand ist einer der bekanntesten schon in kolonialen Zeiten, er liegt geschützt an einem windumrauschten Landsporn, der hier in den Indischen Ozean weit vorsteht. Holländische Seefahrer des 18. Jahrhunderts nannten das Felsmassiv gewöhnlich nur "Schwangeres Mädchen" weil es so von den vorbeifahrenden Schiffen im Indischen Ozean aus aussah. Der Sand am Strand ist weich, die Wellen des Meeres ruhig, das Wasser klar.

Negombo
Ein typisches Fischerdorf an der Westküste, nördlich der Hauptstadt Colombo, nicht einmal eine Autostunde von ihr entfernt. Vom internationalen Flughafen Katunayake sind es gerade einmal 6 km. Eingebettet in zahllose Kokospalmhaine, weht im romantischen Negombo der Atem des offenen Indischen Ozeans. Die vielen Kirchen in Negombo sind lebendige Zeugen für den nach wie vor unerschütterlichen Katholizismus, ein Erbe der portugiesischen Kolonialherrschaft, während ein alter holländischer Kanal die Stadt durchquert, auf dem Paddelboote auf- und abfahren. Am Rand von Negombo liegt die malerische Lagune, die einen unvergeßlichen Sonnenuntergang erleben läßt. In Negombo können viele Fototräume Wirklichkeit werden, idyllische Postkartenmotive am laufenden Band!

Negombo ist auch ein Paradies für Feinschmecker. Meerestiere sind eine besondere Delikatesse. Wie wäre es z.B. mit „Lobster Mayonnaise" oder „Curried Prawns"?! Altertümliche Fischerboote, wie die Auslegerkanus und Katamarane, landen den frischen Fisch aus dem Indischen Ozean in Negombo an, vor allem Seer, Blaufisch, Meeräsche, Hering und Pomfret, während in der Negombo-Lagune Hummern und Garnelen gefangen werden.

Weligama
Etwa 27 km südlich von Galle liegt dieser Ort inmitten einer malerischen Bucht. Ein französischer Herzog hat hier einst sein Traumhaus gebaut, welches auch heute noch zur Atmosphäre von Weligama beiträgt.
In Weligama könen Sie auch die berühmten Stelzenfischer bei Ihrer Arbeit beobachten.

Das Hochland

Weitläufige Teefelder, eine saftige und grüne Pflanzenwelt, die sich meilenweit über die Hügel bis an die nebelumschleierten Berggipfel hinstreckt, enge, gewundene Straßen, vom Duft von Ginster, wilden Blumen und Pinien erfüllte Luft, über Felsen sprudelnde Flüsse: das ist die Heimat des weltberühmten Ceylon-Tees.
Die niedrigen und dichten Teesträucher gedeihen gut in diesem milden Klima. Höhenlage, Bodenbeschaffenheit, die Sonne und der Regen beeinflussen das Aroma des Tees. Am Tag werden eine halbe Million Kilogramm geerntet und verarbeitet.

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Die Blätter und Knospen werden von Hand gepflückt und auf natürliche Weise getrocknet, bis sie braun und faltig sind. Dann werden sie maschinell gepreßt und noch einmal getrocknet. So wird der Tee, wie man ihn kennt und schätzt, hergestellt. Dann ist er bereit, um aufgegossen zu werden, und wenn Sie eine Teeplantage besuchen wollen, sind Sie herzlich willkommen.

Tief in den Bergschluchten und an den Klippen siedelt die Bevölkerung des Hochlandes in friedlichen Dörfern und Siedlungen. Frühmorgens begegnen Sie den Menschen auf ihrem Weg in die Teefelder. Nach Feierabend sitzen sie vor Ihren Häusern, umgeben von Kohl- , Lauch-, Kartoffel- und Karottenbergen, dem „englischen Gemüse", das sie selbst anbauen und an die Händler aus Colombo verkaufen.

Das kühle Bergklima ist günstig für das Gedeihen der Blumen, die wild auf den Hügeln wachsen, für Orchideen, die in den Gärtnereien und im Botanischen Garten von Peradeniya gezüchtet werden. Das ist ein atemberaubendes Bild von Farben und Formen.
Das Hochland bietet eine Vielfalt von Unterkunftsmöglichkeiten. Sie reichen vom kleinen Rasthaus bis zum anspruchsvollen Hotel. Viele Häuser stammen noch aus der Kolonialzeit. Sie sind in eine romantische und malerische Gegend gebettet. Alle Gasthäuser und Hotels sind beheizt, es wird einheimische und internationale Küche angeboten. Ihr Urlaub im Hochland Sri Lankas wird zu einem Erlebnis werden.

Die bedeutensten Städte im Hochland sind Kandy, Zentrum der schönen Künste und des Handwerks, sowie Nuwara Eliya, die legendäre Stadt in den Wolken.

Kandy

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Sri Lankas überwältigende landschaftliche und klimatische Vielfalt, dazu das reiche kulturelle Erbe, haben seit vielen Jahrhunderten Reisende aus allen Teilen der Erde angelockt. Daran hat sich heute nichts geändert; Sri Lanka bietet auf nur gut 65.000 Quadratkilometern Fläche eine berauschende Fülle von Eindrücken, die die moderne Gegenwart mit der großen Tradition der Vergangenheit harmonisch vereinen.
Nirgends in Sri Lanka ist der Charme des Landes so ausgeprägt wie in Kandy, der trotzigen wie auch entzückenden Bergfestung, in knapp 500 Metern Meereshöhe gelegen. Im 14. Jahrhundert zur Hauptstadt erhoben und Erbe der großen kulturellen Vergangenheit Sri Lankas, erlosch Kandys königliche Würde, als im Jahre 1815 der letzte König, Sri Wickrema Rajasinghe, von den Briten gefangen genommen wurde.
Kandys landschaftliche Schönheit ist viel gepriesen, eingebettet in die liebliche Bergwelt und umschlungen von der Mahaweli Ganga, dem längsten Fluß Sri Lankas. Kandy ist bis heute aber auch ein Zentrum eines blühenden Kunsthandwerks wie auch Musik, Tanz und Volkskunst geblieben, die in der Zeit der Könige zur Blüte kamen.
Kandy ist geprägt von Bergen und Tälern, von Flüssen und Seen und Wasserfällen. Es liegt gerade 116 km von der Hauptstadt Colombo entfernt. Kandy ist auch Symbol der Religiosität Sri Lankas und besitzt viele große Heiligtümer und Schreine, die in den vielen Tempeln, Kirchen und Moscheen verehrt werden.
Anspruchsvolle Reisende, die gerne fremde und ferne Länder erkunden, entdecken Kandy als Stadt mit Flair und Atmosphäre, die den Glanz der Geschichte und eine geheimnisvolle Glückseligkeit ausstrahlen. So läßt sich das charmante Kandy, die Stadt in den Bergen, erleben: orientalisch-gelassen, trotz der menschenwimmelnden Bürgersteige, die quirligen Märkte mit ihrem verlockenden Angebot an tropischen Früchten, die Basare mit fremdartigen Nahrungsmitteln, die pulsierende Geschäftigkeit - eine Stadt voller Leben.

Tempel in Kandy
Dalada Maligawa, der „Zahntempel", für die Buddhisten der Leitstern, geht schon auf das 16. Jahrhundert zurück. Überwältigend ist das spektakuläre Oktagon „Pathiruppuwa", das erst vom letzten König von Kandy zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde. Dieser Kandy-König hat auch den schönen See Kandy angelegt. Im Zahntempel finden täglich buddhistische Rituale statt, um die heilige Zahnreliquie zu verehren, von Trommlern und Flötenspielern würdig umrahmt. Ihre höchste Verehrung erfährt die Zahnreliquie auf der großen, festlichen „Esala Dalada Perahera", der alljährlich am Juli/August - Vollmond stattfindenden „Prozession des heiligen Zahns".

Malwatte und Asgiriya Tempel, die beiden berühmten Mönchsklöster in Kandy, deren Oberpriester die höchsten Würdenträger des buddhistischen Ordens in Sri Lanka darstellen. Das Malwatte - (Blumengarten-) Kloster, verziert mit Holz- und Metallarbeiten, liegt neben dem Kandy See. Hier finden die feierlichen Ordinationen in den Sangha (Orden) statt. Im Asgiriya - Tempel ist die übergroße Statue eines liegenden Buddha anzutreffen. Nahe bei Asgiriya liegen die Grabstätten der alten Könige von Kandy.

Der Tempelkomplex von Gadaladeniya, Lankatilleke und Embekke, bekannt als die sog. „Westlichen Schreine" liegt 16 km außerhalb von Kandy, an der Kadugannawa-Peradeniya Straße.
Der Gadaladeniya-Tempel ist reizvoll gelegen; seine Tür- und Wandgemälde wie auch seine edlen Steinfriese sind besonders sehenswert.
Der Lankatilleke-Tempel, der einer Kathedrale in Europa ähnelt, besitzt große, geschnitzte Holzportale und Fresken an den Wänden und Decken, die bis heute in ihrer ursprünglichen Farbe erstahlen. Der Embekke-Tempel, dem Gott Skanda geweiht, ist für seine großartig geschnitzten Holzsäulen bekannt; in ihnen befinden sich ausdruckskräftige Darstellungen von Tänzern, Musikanten, Kämpfern, Soldaten wie auch von legendären wilden Tieren und Vögeln. Ganz in der Nähe sind noch die Ruinen einer alten Pilgerunterkunft mit übrigens ganz ähnlichen Säulen aus Stein. Der ganze Tempelkomplex stammt bereits aus dem 14. Jahrhundert.
Galmaduwa, auch ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert, ist ein einzigartiger, weil unvollendeter Bau, der zugleich singhalesische, südindische, islamische und christliche Stilelemente in sich vereinigt. Der Tempel liegt rund 6 km von Kandy entfernt.
Dodanwela, ein Tempel aus dem 14. Jahrhundert, ist von großer historischer Bedeutung, weil hier der Kandy-König Rajasinghe seine Krone und sein Schwert nach seinem glorreichen Sieg über die Portugiesen opferte. Beide sind im Tempel aufbewahrt.
Hindagala, ein besonders reizvoll gelegener Tempel, besitzt wertvolle Felsinschriften, die schon aus dem 5. und 6. Jahrhundert stammen und auf frühe Siedlungen in der Umgebung von Kandy hinweisen.
Degaldoruwa, aus dem 14. Jahrhundert stammender, rund 10 km von Kandy entfernter Tempel, beherbergt wertvolle alte Fresken, die das Alltagsleben im zeitgenössischen Kandy darstellen. Sie zählen zu den schönsten ihrer Art in Sri Lanka.
Medawela, ein durch seinen rustikalen Baustil auffallender Tempel aus dem 18. Jahrhundert, etwa 10 km von entfernt, wurde auf einem antiken Tempel errichtet und ist berühmt wegen seines einzigartigen Schreinraumes, der im Stil einer typischen Getreidescheune der Kandy-Region erbaut worden ist. Das Ziegeldach ist in einem geometrischen Muster angelegt und das großartige „Makara Thorana" (Gewölbe) in Stuck gemalt.

Handwerk und Kunst in Kandy

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Feine Kunsthandwerksarbeiten im traditionellen Kandy-Stil können vor allem in zwei Geschäften gekauft werden: bei der „Kandyan Art Association" und auch bei „Laksala", dem staatlichen Souveniergeschäft. Bei ersterem kann man auch die Kunsthandwerker bei der Arbeit beobachten, die Weber wie auch renommierten Messing-, Kupfer- und Silberschmiede von Kandy.

In Kalapuraya, 8 km von Kandy entfernt (hinter Kundasale), hat der Staat eine ganze Siedlung von Kunsthandwerkern errichtet. Wie seit alters her werden hier von den kleinen Familienbetrieben die traditionellen kunsthandwerklichen Arbeiten gefertigt. Bekannte Handwerkerdörfer können auch entlang der Colombo - Kadugannawa - Kandy Straße und auch an der Straße von Kandy nach Teldeniya besucht werden.

In Amunugama, rund 10 km von Kandy, befindet sich eine Schule für klassische Kandy-Tänze, wo die stilvolle Tanzkunst seit Generationen schon weitervererbt worden ist. Hier hat sich auch George Keyt, ein berühmter zeitgenössischer Künstler niedergelassen, mit seinem Haus und Atelier. Seine wertvollsten Fresken verzieren die Wände des Gotami Vihara (Tempel) in Kandy.

Kandy selber besitzt zwei Museen, das National- und das Archäologische Museum. Ersteres ist in den ehemaligen Unterkünften der königlichen Konkubinen untergebracht; letzteres dagegen umfaßt alle Überreste des großartigen alten Königspalastes. Beide Museen enthalten viele interessante Exponate der Periode der Kandy-Könige. Die Audienzhalle ist ein authentisches Gebäude, das die schicksalhafteste Stunde nicht nur für Kandy, sondern auch für Sri Lanka dokumentiert: Am 2. März 1815, um drei Uhr nachmittags, wurde hier die denkwürdige Kandy-Konvention unterzeichnet. Sie bedeutete die Unterwerfung des Königreiches von Kandy an die britische Krone, womit die 2500 Jahre alte Königsherrschaft auf Sri Lanka ihr endgültiges Ende gefunden hatte. Die eindrucksvolle, mit Holzsäulen versehene Audienzhalle stammt aus dem Jahre 1784.

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Der Botanische Garten von Peradeniya, 6 km von der Stadtmitte von Kandy entfernt, an der Straße von Colombo nach Kandy gelegen, war einst der Lustgarten der Königin. Der 60 Hektar große Garten, in eine Schleife des Mahaweli-Flusses gebettet, ist ein wahres Paradies tropischer Wild- und Kulturpflanzen. Pflanzbeete, Blumenrabatten und Ziergärten laden zum Besuch des bekannten Botanischen Gartens ein. Seine Orchideen gehören zu den schönsten Eindrücken, ferner auch die stattliche Große Palmenallee, oder das Oktagon-Haus, oder die leuchtenden Hibiskus- und Bougainvillea- Beete.
Die Universität von Peradeniya, schräg gegenüber vom Botanischen Garten, liegt in einem geräumigen Park. Die mächtigen Universitätsgebäude, die den alten Kandy-Baustil wieder aufleben lassen, sind von Sir Patrick Abercrombie entworfen worden, der kein anderer als der berühmte Planer von Groß-London ist.

Das Elefantenbad ist eine volkstümliche Attraktion im Mahaweli-Fluß in Katugastota. Hier werden die zahmen Arbeits-und Tempelelefanten von ihren „Mahouts" (Wächtern) geschrubbt und gebadet.

Nuwara Elyia
Nuwara Eliya, knapp 1.900 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, erreicht man über den Ramboda-Paß bei einer Steigung von über 300 Metern auf knapp zehn Kilometern. Während der Kolonialzeit war dieser Ort eine Bergstation. Das im Herzen des Teelandes gelegene Nuwara Eliya hat sich seinen englischen Charakter erhalten. Die Häuser haben romantische Giebeldächer, die Gärten sind nach englischem Muster angelegt. Interessant sind das alte Postamt mit seiner Turmuhr und das Kriegerdenkmal. Eine Attraktion ist der 18-Loch-Golfplatz. Sie können Tennis oder Badminton spielen. Dem Wanderer bieten sich ausgedehnte Spaziergänge in das Hügelland oder ein Ausflug zum Botanischen Garten nach Hakgala.

In der Nähe von Nuwara Eliya ist das höchste und abgelegenste Plateau Sri Lankas zu finden. Naturfreunde werden ihre Erfüllung in diesen weiten, mit Patnagras bedeckten Ebenen finden. Das ist die Heimat wilder, aber friedlicher Tiere und der Lebensraum vieler Vogelarten.

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Schmale Saumpfade führen durch die Hochebene zum Worlds End, die Felsen fallen jäh über 1.000 Meter ab. Nach nur 45 Kilometern gelangen Sie an den Haputale-Paß, dort genießt man einen unvergeßlichen Ausblick. Das Schutzgebiet des Haputale-Waldes ist in unmittelbarer Nähe. Dieses Gebiet eignet sich besonders gut für Camping. Die Wasserversorgung ist gesichert: es gibt viele kleine und kristallklare Flüsse.
Die Legende erzählt, der berühmte englische Teemagnat Thomas Lipton pflegte auf einem hohen Felsbrocken, inmitten seiner Plantage, auszuruhen. Von hier zeigte er den Freunden seinen riesigen Besitz. Die Einwohner nennen diesen Platz heute noch "Liptons Sitz".

Noch höher, 1.800 Meter, finden Sie den einsamen Ohiya-Paß, der nahe Sri Lankas größtem Wasserfall, den Bamvarakanda Falls, steil abfällt.

Ausflüge im Hochland
Sri Lanka hat nicht nur endlose goldene, von Palmen gesäumte Strände. Seit Jahrhunderten kennen Reisende Sri Lanka als die Heimat einer hohen Kultur, exotischer Gewürze und als Fundgrube kostbarer Edelsteine. Diese Provinz ist mit der Eisenbahn und mit dem Auto, auf gut ausgebauten Straßen, von Colombo in drei Stunden zu erreichen.

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Die Fahrt ins Hochland führt an wilden Wasserfällen vorbei. Die Wassermassen stürzen über hundert Meter tief in die Bergschluchten. Die Wasserfälle heißen Devon Falls, St. Clair Falls und Aberdeen Falls. Sie haben ihre Namen von englischen Plantagenbesitzern. In steilen Haarnadelkurven steigt der Reisende bergan, sein Blick ruht auf engen Felsschluchten, auf Pässen und vom Nebel bedeckten Bergspalten. Die bekanntesten Pässe sind: Kadugannawa-Pass, Balane-Pass, Ginigathena-Pass, Haputale- und Ramboda-Pass.

Von Haputale führt die Badullastraße steil bergab nach Bandarawela. Sie sind dann immer noch über 1.300 Meter über dem Meeresspiegel. Das Klima des Ortes ist sehr gesund, es ist wärmer und milder als in Nuwara Eliya.
24 Kilometer davon entfernt liegt Dyatalawa, von Grasland und Hügeln umgeben, mit einem Klima wie im englischen Frühling.

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Unterhalb einiger vom Zentralmassiv völlig abgeschnittener Pässe liegt Rakwana im Verwaltungsbezirk Ratnapura. Das ist die „Stadt der Edelsteine". Hier findet man Saphire, Rubine, Topase, Katzenaugen und Amethyste in Hülle und Fülle. Sie können eine Mine besuchen, Sie können beobachten, wie die Edelsteine auf traditionelle Art abgebaut, gefördert und gewaschen werden. Der große Urwald, Sinharaja genannt, beginnt hinter Ratnapura.

Wenn Sie bergsteigen wollen, können Sie das am Pidurutalagala. Er ist mit seinen 2.825 Metern der höchste Berg Sri Lankas. Er wird auch Sri Pada oder Adams Peak genannt und ist für Buddhisten, Hindus und Moslems heilig.

Auf dem kegelförmigen Gipfel finden Sie eine Vertiefung im Stein. Von den Buddhisten wird diese Einkerbung als Fußspur Buddhas, von den Hindus als Fußspur Sivas, von den Moslems als Fußspur Adams und von den Christen als Fußspur des Apostels Thomas beansprucht. Pilgerfahrten zum Adams Peak werden seit Jahrhunderten in der Zeit von Dezember bis April veranstaltet.

Während der Fahrt über eine der schönsten Straßen durch das Hügelland, die Ella Wallawaya Road, sollten Sie nach einer Riesenhöhle Ausschau halten. Das ist der Ort, an dem die 23 Häuser des Königs Ravana beheimatet waren. An dieser Stelle nahm er Sita, die Ramayana-Prinzessin, gefangen. An einem klaren Tag machen Sie Rast in einem kleinen Gasthaus auf der Höhe des steilen Abhangs. Durch eine enge Felsspalte in den Bergen können Sie das Meer der Südküste silbern blinken sehen.
Bergsteigen, trekken, wandern, Tennis oder Golfspielen bei 2.100 Metern Höhe inmitten des lieblichen Teelandes, da ist die kühle, exotische Schönheit der Bergwelt Sri Lankas immer gegenwärtig. Die Landschaft wartet darauf, von Ihnen entdeckt zu werden!

Ostküste

Trincomalee
Trincomalee, einst ein bedeutender Marinestützpunkt, besitzt einen der schönsten und größten Naturhäfen der Erde. Seine herrlichen Buchten, allen voran Marble Bay, Sweat Bay und Dead Man's Cove, sind schon für die nächste Generation des Fremdenverkehrs auf Sri Lanka fest reserviert, während Nilaveli und Uppuveli schon jetzt einen großen Touristenansturm verzeichnen können. Welch eine bezaubernde Idylle ist doch Pigeon Island, die Taubeninsel, bequem erreichbar vor der Küste von Nilaveli!
Kalkudah und Pasekudah stellen einen anderen bereits populären Ferienpark an der Ostküste von Sri Lanka dar, ausgestattet mit komfortablen Hotels und anderen einladenden Unterkunftsmöglichkeiten.

Batticaloa
Batticaloa, nur einige Kilometer weiter südlich, besitzt eine weit ausgreifende Lagune. Der Fischreichtum ist ganz gewaltig, und hier gibt es sogar einen „singenden „ Fisch - vor allem in Vollmondnächten.
Die bezaubernde Ostküste kann neben unbegrenzt vielen Möglichkeiten des Wassersports und der Unterwasserfotografie noch eine Besonderheit anbieten, nämlich die vielen Schiffswracks, die vor der Küste auf dem seichten Meeresgrund liegen und für alle Taucher ein lockendes Objekt darstellen.

Kalkudah
Kalkudah liegt ca. 32 km von Batticaloa. Die Badebucht wird von einem Riff geschützt und hat daher besonders ruhiges Wasser. Passekudah, in der Nähe gelegen, ist ein beliebter Touristenort mit einem modernen Badehotel und besonders klarem Wasser.

Nilaveli
Etwa 15 km von Trincomalle gelegen war Nilaveli 1995 Austragungsort der Internationalen Funboard Meisterschaften, alle Arten von Wassersport können hier betrieben werden. Eine Spezialität ist das Whale-Watching, sogar von der Küste lassen sich die gigantischen Säuger beobachten.

Arugam Bay
Arugam Bay liegt 314 km von Colombo und bietet besonders Tauchern und Unterwasserfotografen spektakuläre Eindrücke mit seinen vielen, vor der Küste gelagerten Schiffswracks.

Unterwasserwelt

Die Schönheit der warmen Gewässer, die Sri Lanka, das populärste Reiseziel am Indischen Ozean, umschließen, ist einzigartig. Es ist einfach unvorstellbar und unbeschreiblich, was der Ozean alles zu bieten hat...

Was sich so alles unter den Wellen im Meer verbirgt, läßt sich mit Maske, Schnorchel und Flossen leicht entdecken, erst recht aber mit einer SCUBA-Ausrüstung. Da offenbart sich eine ungeheure Vielfalt von Erlebnissen und Beobachtungen, für Sie selber und auch für Ihre Kamera!

Beste Reisezeit:
Im Winter sind die West- und Südküste ruhig und das Meer klar. Besonders zu empfehlen sind aber im März und April, bevor der Südwestmonsum mit stürmischen Winden und hohen Wellen einsetzt, die sog. Great Basses und Little Basses, jene vom Meer zerzausten Felsmassive vor der Südküste, die früher einmal Teile der Küste Sri Lankas dargestellt haben sollten. Dorthin werden von den Tauchschulen in Colombo besondere Tauchexkursionen organisiert. Am besten informieren Sie sich beim Touristboard „Travel Information Centre" , 78, Steuart Place, Colombo 3. Sri Lanka.
Im Sommer ist dann die Ostküste ideal zum Tauchen, von Ende März bis zum September.
Eigentlich sind nur der Juli und Oktober ungünstige Monate zum Tauchen. Aber selbst dann gibt es noch geschützte, ruhige Stellen zum Tauchen. Am besten erkundigen Sie sich bei den Tauchschulen!

Vergessen Sie nicht Ihre Badehose oder Bikini und - wenn Sie passionierter Taucher sind - Ihre Unterwasserkamera! Alles Tauchzubehör kann auch ausgeliehen werden, aber Sie können auch Maske, Schnorchel und Flossen in den Sportgeschäften in Colombo kaufen. Filme gibt es natürlich auch, aber nicht überall und nicht immer alle Fabrikate und Empfindlichkeiten. Denken Sie aber daran, daß alle großen Hotels eine Stromspannung von 230 Volt haben, für den Fall, daß Sie Ihr Blitzgerät aufladen möchten.
Das Augenmerk der Taucher liegt heutzutage auf der Unterwasserfotografie. In den meisten Riffen und Felsnischen vor der Küste wimmelt es nur so von farbenprächtigen und aufregenden Fischen. Man findet sie in den Riffen, Korallen und Schiffswracks, aber oft genug auch im offenen Meer. Der Wunschtraum eines jeden Unterwasserfotografen ist der Engelfisch, der in drei großen und vier kleinen Spezies vertreten ist. Dieser Traum kann schon mit wenig Glück in Erfüllung gehen.
Seien Sie nicht enttäuscht, wenn manchmal das Meer nicht ganz klar ist. Die Küsten vor Negombo weisen in der Regel kein klares Wasser auf, um lohnende Tauchgründe zu liefern. Aber wenn Sie sich ein kleines Boot mieten und aufs Meer hinausfahren, werden Sie schnell von den umgebenden Riffen überrascht sein. Da werden Sie mehr als begeistert sein, von der großen Zahl der Invertebraten, den sog. „Wirbellosen", darunter als bekannteste die Seegurken und Schnecken wie auch Garnelen, Krabben und Hummer. Sie sind alle ganz unbefangen im Wasser und nähern sich Ihnen furchtlos. Großaufnahmen von ihnen sind kein Kunststück!

An der Westküste bieten auch noch Ambalangoda und Balapitiya recht gute Tauchmöglichkeiten, aber der Tauchort Nummer Eins für Anfänger und Fortgeschrittene ist Hikkaduwa, das Taucher-Mekka auf Sri Lanka, mit über einem Dutzend guter Hotels und vielen Gästehäusern, und mit verschiedenen Tauchbasen in der Wintersaison. Mit Motorbooten geht es in der nördlich und südlich Hikkaduwa gelegenen Tauchgründe der Korallen- oder Felsenriffe, wo auch noch verschiedene Wracks aufgespürt werden können: Ein Eldorado für Unterwasserfotografen.
Die besten Tauchgründe an der Westküste Sri Lankas liegen aber südlich von Mannar, vor den Riffen von Arippu und Silavaturai. Sie sind freilich sehr einsam gelegen und bedürfen einer gründlichen und frühzeitigen Planung. Unmittelbar südlich von Kalpitiya an der Westküste liegt auch das wunderschöne Riff von Kandakuliya. Aber auch hier ist es unerläßlich, eine Tauchexpedition gut ausgerüstet und gründlich vorbereitet anzutreten.

Die besten Tauchgründe von Negombo sind, wie schon gesagt, in einiger Entfernung vor der Küste. Am günstigsten ist es, mit einer SCUBA-Ausrüstung auf den Korallengrund zu tauchen, in etwa 10 - 20 Metern Tiefe. Das aufregende Riff liegt rund drei Kilometer vor der Küste. Es ist von wunderschönen und auch seltenen Vertretern reichlich bewohnt: Fische und Invertebraten, einschließlich Barrakudas (die harmlos sind!), Hunderten von Engelfischen und seltenen Vertretern von Sternfischen.
Das Riff, das die Hauptstadt Colombo säumt, mag nicht immer klar genug sein, um ein lohnendes Taucherlebnis zu bescheren. Aber zwischen ein bis vier Kilometern vor der Küste liegen für SCUBA-Taucher überraschend gute Tauchgründe. Die üppigen Korallenbauten wie auch reichen Fischschwärme sind überwältigend.

Taucher sollten die Stellen meiden, an denen die großen Flüsse in den Indischen Ozean münden, so z.B. bei Kalutara, Beruwela und Bentota. Aber auch hier können SCUBA-Taucher erfolgreich tauchen und den Reichtum des Meeres erleben, wenn Sie sich zu den Riffen vor der Küste fahren lassen.

Auch Galle, weiter im Süden, ist ein schöner Ort zum Tauchen. Gerade für Anfänger eignen sich die seichten, klaren Riffe vor den alten Stadtwällen des Fort. Das richtige Taucherlebnis bietet aber erst das offene Meer, mit Riffen, Wracks und Felskliffs, die vor Gintota und Buona Vista liegen. Entlang der gesamten Küste, bis hin nach Weligama oder sogar Matara , befinden sich die herrlichen Korallenriffe, die gute Tauchmöglichkeiten bieten. Das Erlebnis wird jedoch größer, wenn man mit einem Boot weiter aufs Meer hinausfährt.
Zwischen Dondra und Tangalla, weit im Süden Sri Lankas bestehen ebenfalls günstige Tauchmöglichkeiten, aber nur bei ruhiger See. Hambantota besitzt ein Felsenriff und im Meer Schiffswracks rund vier Kilometer vor der Bucht mit dem Rasthaus - eine Fundgrube für SCUBA-Taucher. Der Great Basses und Little Basses sind als Riffe durch Leuchttürme markiert und liefern ohne Übertreibung die aufregendsten Tauchabendteuer: Korallen, Schiffswracks, Muscheln und dazu die reiche Unterwasserfauna. Eine Tauch - Safari muß aber gut vorbereitet sein, mit zuverlässiger Ausrüstung und erfahrenen Begleitern; Sauerstoff und Geräte eingeschlossen!

Nun zur Ostküste und ihren Tauchmöglichkeiten. Beginnen wir im Norden, vor Kuchaveli mit seinen vielen Korallen - und Felsenriffen, dann weiter südlich Nilaveli mit der vorgelagerten, bezaubernden kleinen Taubeninseln „Pigeon Island". Trincomalee bietet hervorragende Tauchmöglichkeiten: am Festland, in den Felsenriffen und auch auf den kleinen Inseln, dazu alte Schiffswracks und auch Felsinschriften, die mit einer Maske schon zu entziffern sind.
Das Meer von Trincomalee ist mysteriös und steckt für den Taucher voller Wunder und Überraschungen. Ein Wrack aus alter portugiesischer Zeit, riesige Zackenbarsche oder eine der ganz seltenen kegelförmigen Muschelarten genannt „Glory-of-India", sowie hunderte von Bannerfischen bieten sich förmlich zum Fotografieren an.
Abenteuerlich ist eine Bootsexpedition von Trincomalee bis nach Kalkudah. Sie dauert ein paar Tage und bietet den Tauchern aufregende Rifferlebnisse von unentdeckten und unbekannten Tauchgründen. Vor Kalkudah und Passekudah liegen besonders viele und schöne Riffe, auch alte Wracks.
Die spektakuläre und abenteuerliche Taucherexpedition (die aber nur für Tauchprofis geeignet ist) führt zum Wrack der „Hermes", die in 60 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund liegt. Dort stößt man auf ganze Schwärme von Zackenbarschen, Barrakudas, riesige Ansammlungen von „Snappern" und „Jackfischen". Die im Jahre 1942 gesunkene „Hermes" zählt zu den aufregendsten Tauchererlebnissen, die man sich überhaupt vorstellen kann.
Vor Batticaloa und auch südlich dieser malerischen Kleinstadt liegen noch unvorstellbare viele Riffe, die bis Tirukovil reichen. Aber auch hier gilt für alle Tauch-Safaris, daß sie gut durchdacht, sorgfältig geplant und zuverlässig ausgerüstet sein müssen. Sri Lanka ist und bleibt eine Unterwasser-Welt für sich, voller Geheimnisse und Abenteuer.

Gerätschaften und Zubehör:
Pressluftflaschen und Nachfüllungen können in Colombo gekauft oder ausgeliehen werden. Tauchbasen sind an der Westküste in Hikkaduwa und Koggala, an der Ostküste in Passekudah, Trincomalee, Uppuveli und Nilaveli.Die einzige Nachfüllstation für Pressluftflaschen gibt es bei der ceylonesischen Marine, Fort Ostenburg und Trincomalee.

Nationalparks etc.

Nationalparks, Tiergehege und Reservate, in denen sich gesetzlich gesch»tzte Fauna und Flora befindet, umfassen 14% der gesamten LandflÃche Sri Lankas.

Yala National Park
Diese größte Elefanten-Schutzgebiet Sri Lankas, auch Ruhuna National Park genannt, ist rund 40 km von Hambantota entfernt. Die beste Zeit für einen Aufenthalt im Park ist zwischen Oktober und Dezember; denn je trockener die Jahreszeit, desto mehr Dickhäuter sammeln sich an den wenigen verbliebenen Wasserlöchern. Und nicht nur sie - es ist spannend zu beobachten, was sonst noch alles auftaucht: Büffel, Sambar- und Axishirsche, Wildschweine oder sogar ein Leopard. Auch das Vogelleben ist spektakulär; am häufigsten zu sehen sind Pfauen, Pelikane, Großstörche und Löffelreiher.
Mit einen Jeep kann man noch is zum Kumana Bird Sanctuary fahren, einem Schutzgebiet für seltene Vögel am nordöstlichen Rand des Yala-Nationalparks.

Zwei weitere Nationalparks der Insel sind Gal Oya und Uda Walwe, in dem viele Elefantenherden beobachtet werden können. Innerhalb des Parks haben die Tiere Vorrang vor den Menschen. Besucher dürfen ihre Fahrzeuge nicht verlassen, um Tiere und Vögel nicht zu stören. Unterkunftsservierungen sind in einem der 10 Parkeingängen Bungalows sollten durch Reiseveranstalter beim „Department of Wildlife Conservation“, 82, Rayamal Road Battarmula, lange im voraus gemacht werden, da die Nachfrage sehr hoch ist.

Die bedeutensten Naturreservate sind die Horton Plains, das Knuckles Range und der Peak Wilderness. Der Zutritt ist nicht eingeschränkt und Besucher können sich dort frei bewegen. Das wichtigste "Man- and Biosphere"-Reservat ist der Sinharaja Regenwald, der vielen einheimischen Fauna- und Floraarten einen optimalen Lebensraum bietet. Der Zutritt hierzu muss vom Forest Department, Rajamalwatte Road, Battaramulla, genehmigt werden. Nationalparks, Tiergehege und Reservate, in denen sich gesetzlich geschützte Fauna und Flora befindet, umfassen 14% der gesamten Landfläche Sri Lankas.

Drei großartige Botanische Gärten  - Perdeniya, Hakgala (auf einer Höhe von ca. 1.000m) und Gampaha haben ebenfalls faszinierende Sammlungen tropischer und subtropischer Flora zu bieten.
Zwei staatliche Einrichtungen sind mit dem Schutz der Erhaltung der Fauna und Flora betraut: Das Department von „Wildlife Conservation“ leitet 12 Nationalparks, 51 Wildgehege und 3 Naturreservate: Das „Department of Consevation“ kümmert sich sowohl um Forstschutz als auch um „Man und Biosphare“- Reservate.

Geschützte Arten: Einige vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten (der Baobabbaum, sechs Orchideensorten, Farne etc.) stehen unter gesetzlich geregeltem Naturschutz. Sowohl die Ausfuhr als auch schon der Besitz dieser Arten ist illegal. Produktion, Verkauf und Besitz von Artikeln, die aus wilden Tieren oder Reptilien hergestellt worden sind, sowie Waren aus Leopardenfell, Elfenbein und Krokodilhaut sind ebenfalls illegal.

Pinnawela Elefantenwaisenhaus

expenova-Sri Lanka

Das regierungseigene Elefantenwaisenhaus, in dem etwa 70 Dickhäuter jeden Alters leben, bietet wahrscheinlich die beste Möglichkeit, diese Tiere ganz aus der Nähe zu beobachten. Beim freien Auslauf auf dem Gelände und beim täglichen Bad ist die Herde ein imposanter Anblick.
Am eindrucksvollsten und Beliebtesten ist aber die Fütterung (um 9.15, 13.15 und 17.15 Uhr), wenn eine ganze Reihe von Riesenbabys an übergroßen Milchflaschen saugt.
Dehiwala Zoo

Dieser Zoo ist wohl der einzige Ort, an dem Sie die scheuen einheimischen Raubkatzen, Reptilien und exotischen Vögel aus der Nähe bewundern können. Der auf einem schönen Gelände 10 km südlich von Colombo gelegene Tiergarten beherbergt auch zahlreiche Lebewesen aus anderen Klimazonen und ein Aquarium