Referenzen Spirituelle Reisen

Persönliche Rückmeldungen und Reiseberichte unserer Kunden zu ihren spirituellen Reisen.

08.10. - 20.10.2016

"Buddhist Circuit" - Spirituelle Reise von Kathmandu bis Delhi

Liebe Frau Knietzsch,

wir sind wohlbehalten wieder in Deutschland angekommen, ganz lieben Dank für Ihre Karte :-).

Die Reise war phantastisch und sehr gut organisiert, wir haben grundsätzlich nichts zu beklagen und können nur Bestnoten vergeben :-).

Wir würden Ihnen allerdings die Lotus Nikko Hotels aus Ihrer Hotel Liste streichen. Nicht, dass hier die Räume oder das Hotel selber schlecht wären, aber der Umgang des Personals mit den Gästen war sehr unangenehm. Speziell beim Essen fühlte man sich gedrängelt und nicht ernst genommen.

Ansonsten würden wir jederzeit wieder über Sie buchen und denken bereits über eine Mongolei Reise im Jahr 2018 nach.
Mit freundlichen Grüßen
Familie Guido S., Rösrath

31.12.2014 – 25. 01.2015

Buddhist Circuit (Nepal und Nordindien) und Ayurveda-Kur

Liebe Frau Knietzsch

Seit vorgestern sind wir heil, erfüllt und erholt wieder zuhause! Wir hatten eine rundum gelungene Rundreise und eine wunderbare Ayurvedakur!

Organisatorisch hat (fast) alles reibungslos geklappt - nur das Taj Mahal mussten wir leider auslassen, da der Zug schon vor seiner Ankunft in Varanasi vier Stunden Verspätung hatte. Da in diesen letzten 24 Stunden zeitlich alles sehr knapp kalkuliert ist, würden wir dem Anbieter empfehlen, diese "Schleife" wegzulassen. Nach all den reichen Eindrücken waren wir auch bereits gesättigt, so dass der "Ausflug" in die städtische Welt und den Islam uns wohl auch zu viel gewesen wäre. So haben wir eine Zusatznacht in Varanasi verbracht (Kosten wurden übernommen) und sind dann am nächsten Morgen von Varanasi nach Delhi geflogen (auf eigene Kosten). Wir denken, dass das finanziell eine faire Lösung war.

Aber wie gesagt, alles andere war sehr gut organisiert, wir wurden erwartet, gut betreut, sicher chauffiert und bekamen (nach ein paar Diskussionen betreffend Vollpension) dann auch alles, was vorgesehen war.

Das Coconut Bay war rundum ein Genuss - die Therapien, das Essen, der Service, die Lage… Einziger Wermutstropfen: wir hatten keine "eigenen" Liegen vor unserem Häuschen wie die meisten anderen.

Und last but not least: Wir fühlten uns von Ihnen sehr gut informiert und betreut: freundlich, rasch, persönlich und kompetent!

Mit herzlichen Grüssen - noch etwas wehmütig und frierend ;-)
Judith K. und Eva-Marie H., Erlenbach, Schweiz

Nachfolgend unser kleiner Reisebericht mit Bildern:

Am Anfang stand die Idee, einen Auyurvedaaufenthalt zu machen. Das sollte im Ursprungsland des Ayurveda sein. Gleichzeitig waren wir der Ansicht, dass wir – wenn wir schon das erste Mal nach Indien reisen – auch etwas vom Land und seinen Leuten sehen und erleben möchten. Aber wo anfangen? Da wir sehr am Buddhismus und seinen Ursprüngen interessiert sind, haben wir im Internet nach einer passenden Reise gesucht. Dabei sind wir auf expenova gestossen und dem Angebot, den wichtigsten Lebensstationen Buddhas nachzureisen.

Dank der freundlichen, kompetenten und prompten Beratung, haben wir schnell Vertrauen in Frau Knietzsch und ihr Angebot gefasst. Es hat sich gelohnt! Sie hat für alle unsere Anliegen massgeschneiderte Lösungen angeboten, und uns auch in allen Fragen, die wir als Indien-Neulinge hatten, beraten.

Die ersten beiden Tage verbrachten wir in Kathmandu, wo wir erst einmal überwältigt waren von all den neuen Eindrücken. Unser Reiseleiter führte uns kompetent durch diese lebendige Stadt und erläuterte uns die geschichtlichen Zusammenhänge und beantwortete uns auch viele Fragen zu Gesellschaft, Politik und Religion im heutigen Nepal.

Nach einem problemlosen Flug (Yeti-Air, der Himalaya leider im Nebel) landeten wir in Lumbini, der Geburtsstadt Buddhas, wo neben den archälogischen Stätten eine Vielzahl von Klöstern aller buddhistischer Schulen und deren Herkunftsländer angesiedelt sind. Eine letzte gemütliche Rundfahrt mit der Rikscha vor dem Abenteuer Indien.

Schon am Grenzübergang zu Indien wurde uns klar, dass Kathmandu im Verhältnis zu Indien schon fast beschaulich und verkehrsarm ist... Unser indischer Guide und der Fahrer haben uns sicher und gelassen durch die Hürden der Pass- und Visumskontrolle gelotst. Während der anschliessenden Fahrt – es hatte in den vorangegangenen Tagen stark geregnet, und der Fahrer kam nicht über den zweiten Gang hinaus – liessen wir die ersten Eindrücke auf uns wirken. Schon nach zwei Stunden wurde ein Radwechsel nötig, im Schlamm kein angenehmes Unterfangen, aber unser Fahrer erledigte ihn routiniert und erwarb zu unserer Erleichterung auch gleich einen neuen Ersatzreifen. Es war uns im Vorfeld nicht bewusst, dass wir durch die ärmsten Gegenden Indien reisen würden, und so war auch weit und breit keine touristische Infrastruktur erkennbar: keine Toiletten oder ähnliche Vorrichtungen für Frauen und auch keine Verpflegungsmöglichkeiten für die empfindlichen westlichen Mägen. So behalfen wir uns mit Bananen und Orangen, die überall entlang der Strasse feilgeboten wurden. An den folgenden Tagen gab man uns eine Lunchbox aus dem Hotel mit. Die Hotels waren alle sehr einfach, aber zweckmässig und sauber.

In den darauf folgenden Tagen wechselten sich lange Fahrten durch eine lebhafte, ländliche Gegend ab mit buddhistischen Pilgerstätten– manchmal beschaulich, manchmal voller asiatischer Pilgergruppen, singend und betend in allen möglichen Sprachen. Unser Fahrer fuhr uns routiniert und gelassen über bucklige Strassen und mehrspurige „Autobahnen“, auf denen sich Fussgänger, Tuktuks, Kühe, Lastwagen, Autos und Fahrräder abenteuerlich aneinander vorbeischlängelten – hupend, klingelnd, rufend.

Ein Höhepunkt der Reise war das Städtchen Bodhgaya, wo der historische Buddha Erleuchtung erlangt haben soll. Die grosse Tempelanlage ist voller praktizierender Pilger und Touristen aus aller Welt. Dank der Sicherheitsbestimmungen ist man weitgehend verschont von Händlerinnen und Bettlern, und auch der Verkehrslärm und –stress scheint weit weg. Eine grosse Gemeinde aus Bhutan feiert eine Puja unter der Anleitung ihres Rinpoches, Gläubige machen Dutzende Niederwerfungen und eine Gruppe Mönche betet und singt lautstark um den Weltfrieden. Doch in den kleinen Nebentempeln oder auf den Wiesen hat es auch Platz für die persönliche Besinnung, Praxis und Meditation. Hier blieben wir wieder zwei Tage und trafen im nahegelegenen tibetischen Kloster zufällig Seine Heiligkeit, den 17. Karmapa und erhielten sogar direkt von ihm eine Ermächtigung!

Die letzte Etappe brachte uns nach Varanasi, die Stadt am Ganges, die berühmt ist für ihre Zeremonien, die Seidenproduktion und zahllose Leichenverbrennungen direkt am Flussufer. Ein Spaziergang direkt dem Ganges entlang zeigte uns nochmals die ganze Spannbreite der faszinierenden, bedrückenden, schillernden Realität Indiens.

Wir waren erschöpft und bis oben gefüllt mit Eindrücken, Emotionen, Tönen und Gerüchen, so dass wir es nicht nur bedauerten, dass die Nacht im Schlafwagen und der Besuch des Taj Mahal wegen einer vierstündigen Verspätung der Bahn ins Wasser fiel. Im Handumdrehen waren die Zusatznacht im Hotel und der Extraflug nach Delhi organisiert. Nun freuten wir uns nur noch auf ruhige Tage an der Wärme.

Das Coconut Bay Beach Resort ist wunderbar gelegen, komfortabel und bietet eine optimale Infrastruktur für einen wohltuenden Ayurveda-Aufenthalt. Wir waren beeindruckt von der individuellen Ausgestaltung des Therapieplanes, der Freundlichkeit und Kompetenz der Therapeutinnen, von der abwechslungsreichen Küche und der gepflegten Gartenanlage.

Das Resort wird den Ansprüchen der Westlerinnen voll gerecht, trotzdem vergisst man zum Glück nie, dass man in Indien ist. Schon während des Aufenthalts haben wir darüber diskutiert, wann wir wohl das nächste Mal hierher kommen könnten. Das sagt wohl alles!

18.12.13 - 01.01.14

Buddhistischer Kreislauf - Pilgerreise von Kathmandu nach Delhi

Sehr geehrte Frau Knietzsch,

die zum Jahresbeginn 2014 abgeschlossene Pilgerreise durch Nepal und Nord-Indien ist für mich die bislang wichtigste religiöse Unternehmung gewesen und bildet einen entscheidenden Wendepunkt meiner Biographie. Als individueller Bekenner des Buddha-Dhamma, angelehnt an die Theravada Tradition, nahm ich schon vor mehr als 25 Jahren Zuflucht zum Erwachten, zur Lehre des Erwachten und zur Jüngerschaft des Erwachten, doch durch diese Reise zu den für mich wichtigsten religiösen Orten dieser Welt, erfuhr meine Überzeugung eine für mich kaum fassbare Vertiefung.

Bereits seit vielen Jahren plante ich diese Reise, doch aufgrund meines Lebensverlaufs und insbesondere des Todes meiner Eltern, konnte sie bislang nicht realisiert werden. Jetzt allerdings erlaubte ein betrieblicher Sonderurlaub, welcher nicht auf Kosten des Familienurlaubs geht, die Durchführung dieses Unternehmens und bei Ihrem Reisebüro fand ich meine Interessen am besten vertreten, was sich dann auch im Reiseverlauf bestätigte.

Meine Familie war wenig begeistert, dass sich dann letztlich diese Pilgerschaft über Weihnachten vollzog, doch ich bin davon überzeugt, dass dies irgendwo so sein sollte, zumal ich ein öffentliches Bekenntnis ablegen wollte.

Kathmandu war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, zumal ich noch nie so intensiv mit dem Vajrayana-Buddhismus konfrontiert war, einer Form des Buddha-Dhamma, welche mir in praktischer Hinsicht wenig vertraut ist. Sofort an einem bedeutsamen Pilgerort dieses "Fahrzeugs" sein zu dürfen, war großartig, zumal in Nepal nicht nur durch die tibetischen Flüchtlinge sondern auch durch einen beachtlichen Prozentsatz (der einheimischen Bevölkerung) der Buddha-Dhamma gelebt wird, während in Indien (von Randgebieten einmal abgesehen) die einheimischen Dhamma-Bekenner nur spärlich vertreten sind.

Allerdings wirkt in Nepal dieser vollzogene Synkretismus von Buddhismus und Hindu-Religion etwas befremdlich, zumal eine fortgeschrittene Re-Hinduisierung deutlich erkennbar wird, was für Nepal sicherlich ein praktikabler Weg sein mag, doch kein Modell für den Weltbuddhismus oder gar ein europäisches "Fahrzeug" sein kann.

In Fragen des Buddhismus bin ich eher ein Purist (aber kein Fundamentalist), welcher die Klarheit der ursprünglichen Lehre schätzt, doch dem philosophischen Konstrukt der Bewusstseinslehre des Mahayana eher skeptisch gegenübersteht.
Im Verlauf der Mahayana-Entwicklung ist zunehmend das Bewusstseins-Konstrukt verabsolutiert worden, so dass dieses fast schon Ewigkeitscharakter aufweist, ein Umstand, welcher dem ursprünglichen Dhamma widerspricht. Insbesondere der ansonsten großartige Philosoph Asanga hat diese Vorstellung fundiert und zum Kernbereich des Mahayana werden lassen. Dadurch entstand eine schleichende Annäherung an brahmanistische Traditionen, welche jetzt in der nepalesischen Form des Buddhismus sogar noch durch eine manifeste Legierung mit den vorherrschenden Hindu-Kulten verstärkt wird.

Trotz all dieser Umstände wirkten die buddhistischen Heiligtümer in Kathmandu dennoch erstaunlich vertraut, zumal ich auch dort den ursprünglichen Geist des Buddha-Dhamma ersprüren konnte und die angebotenen Thanka-Bilder begeisterten mich derart, dass ich sogar mit einigen Verkäufern in philosophische Debatten zu den Darstellungen eintrat und dabei ein paar erschwingliche, herrliche Roll-Bilder erwerben konnte.

Der Bergblick auf Teile der Himalaya-Kette aktivierte, vom Buddhismus einmal abgesehen, meine tiefsitzende Bergbegeisterung (und bestätigte die Rechtfertigung meiner Zweitwohnung in der Bregenzerwälder Berglandschaft).

Ein erster Höhepunkt meiner Pilgerschaft war das abendliche Lichterfest in Lumbini, dem Geburtsort des Erhabenen. Hier erlebte ich mein buddhistisches „Weihnachten“, ein Ereignis welches ich nie wieder vergessen werde, zumal es fast nicht zustande gekommen wäre, da ich meine Eintrittskarte vergessen hatte und nur durch die beherzte Intervention eines wahrscheinlich tibetischen Mönchs eingelassen wurde. Ein dort ansässiger Theravada-Mönch schließlich umband mein rechtes Handgelenk mit einem weiteren Pilgerband, deren erstes ich bereits in Katmandu von dortigen Klosterwärtern erhalten hatte.

Der erste in Indien besuchte Pilgerort war Kapilavasthu mit den Ruinen des väterlichen Palastes des Erhabenen, wo dieser seine Jugendzeit verbracht haben soll. Ein ruhiger meditativer Ort mit Lotosteich und Fundort einer echten Reliquie des Erhabenen.

Ein weiterer Höhepunkt, welchen ich so nicht erwartet hatte, war der Jetavanna-Garten in Savatthi, an einer Stelle, welche vom Erhabenen häufig als Ort der Regenzeit und Predigtplatz genutzt wurde. Nicht nur am Ananda-Bodhibaum, sondern speziell an dieser Stelle verspürte ich deutlich den spirituellen Geist des Dhamma und wäre gerne noch etwas länger verblieben.

Der dritte Höhepunkt der Reise war der Meditationsplatz des Erwachten auf dem Geierkopf-Gipfel, wo ich erstens den Geierkopf-Felsen richtig sehen konnte und die Heiligkeit dieses Ortes geradezu körperlich zu spüren vermochte.

Selbstverständlich war und ist Bodh Gaya der wichtigste Ort für jeden Buddhisten und der heiligste Ort des Buddha-Dhamma nahm mich so sehr in Anspruch, dass meine rechten Fussnerven derart gereizt wurden, dass ich fast nicht mehr gehen konnte und ab da einen Thrombose-Strumpf zu tragen hatte.

Abschließend wichtig war noch die Diskussion mit meinem gebildeten und studierten Reiseführer an der Universität von Benares. Hier gab der dortige Absolvent und überzeugte Hindu im zentralen Shiva-Heiligtum die Erklärung ab, dass er die buddhistische Lehre als einen Abwandlung des Hindu-Dharmas sehe, welche schon von einem Hindu-Denker 1000 Jahre vor Buddha entwickelt worden sei und dass Nagarjuna im Prinzip viele brahmanistische Ideen wieder eingeführt hatte.
Diese hinduistische Sicht ist wohl unter indischen Intellektuellen weit verbreitet, doch kann nicht von mir geteilt werden, zumal wir Bekenner des Buddha-Dhamma eine radikale Überwindung des Hindu-Dhamma erkennen, wenn auch die Einschätzung bezüglich Nagarjuna durchaus zutreffend erscheint.

Es gäbe noch viel zu berichten, doch dies sind die maßgeblichen Aspekte dieser Pilgerreise, welche für alle Anhänger des Buddha-Dhamma bestens zu empfehlen wäre.

Die Reise war zwar anstrengend, doch die Unterkünfte angesichts der dortigen Verhältnisse hervorragend und sogar der innernepalesische Flug mit der "Buddha Air" war durchaus ein angenehmes Erlebnis.

Mit freundlichem Gruß
Werner S., Gersthofen